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Potsdam Die Coronalage am Mittwoch
Lokales Potsdam Die Coronalage am Mittwoch
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21:07 27.05.2020
Testen, testen, testen lautet die derzeitige Corona-Devise. Quelle: Britta Pedersen/dpa
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Potsdam

Seit einer Woche hat es in Potsdam keine neuen Corona-Infizierten gegeben. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Insgesamt acht Coronakranke befinden sich derzeit noch im Ernst von Bergmann-Klinikum in Behandlung. Zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation des Krankenhauses und werden beatmet. Am Mittwoch befanden sich noch 109 Potsdamer in häuslicher Quarantäne. Das sind vier weniger als am Dienstag.

Mögliche neue Ordnungswidrigkeiten am Klinikum

Die Landeshauptstadt Potsdam prüft weitere Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Mitarbeiter des KlinikumsErnst von Bergmann“. Das bestätigte das Rathaus der MAZ am Mittwoch. Gegen wen sich so ein Verfahren richten könnte, sagt die Stadtverwaltung mit Hinweis auf den Datenschutz nicht. Bislang laufen fünf Verfahren gegen die beiden derzeit beurlaubten Geschäftsführer und gegen drei leitende Ärzte. Anlass für mögliche neue Verfahren ist der Zwischenbericht zur Aufarbeitung des Coronavirus-Ausbruchs im Klinikum, den dessen Interimsgeschäftsführer in der vergangenen Woche vorgelegt haben. Der Bericht listet unter anderem auf, wann und wo die ersten Patienten und Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infizierte waren und rückt dabei die Nephrologie in den Fokus.

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Linke will sofortige Kita-Öffnung

Die Linke in Potsdam fordert die sofortige Öffnung der Kindertageseinrichtungen für alle Kinder. Kreisgeschäftsführerin Sophie Sumburane erklärte am Mittwoch, dazu müsse es feste Gruppen bei Bezugserziehern geben.Die Landesregierung habe am 19. Mai auch für die Potsdamer Kindertageseinrichtungen den Beginn der „Eingeschränkten Regelbetreuung“ angekündigt, die Entscheidung über Gruppengrößen und die Benachrichtigung der Eltern aber den Kita-Trägern überlassen. Das sei defacto ein Abschieben der Verantwortung. „Mit der Umsetzung der Hygienevorschriften stehen die Träger nun vor einer anspruchsvollen Aufgabe und sehen wenig Möglichkeiten, Kinder über die Notbetreuung hinaus aufzunehmen“, so Sumbrane.

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Schubert verordnet sich selbst Homeoffice

Im Umfeld des Potsdamer Oberbürgermeisters Mike Schubert (SPD) gibt es einen Corona-Verdachtsfall. Schubert wird deshalb zunächst keine Termine mehr wahrnehmen. „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte er der MAZ am Mittwoch, „ich bin nicht in Quarantäne und auch keine Kontaktperson ersten Grades.“

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Sekiz legt wieder los

Gute Neuigkeiten aus der Potsdamer Innenstadt: Ab Dienstag kann das Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationszentrum (SEKIZ) in der Hermann-Elflein-Straße wieder seine Türen für Selbsthilfegruppen öffnen. Das teilte der Verein am Mittwoch mit.Im Austausch mit der Stadtverwaltung habe man einen Hygieneplan erarbeitet, der „einen sicheren und reibungslosen Plan garantieren soll“, heißt es in der Vereinsmitteilung. Mitglieder einer Selbsthilfegruppe sollen Kontakt zu ihren Gruppenleitern suchen, um alles Weitere über die Corona-Regeln zu erfahren.

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Ab wann muss eine Notaufnahme Patienten aufnehmen?

Nach welchen Kriterien entscheiden Notaufnahmen, ob sie einen Patienten behandeln – oder eben nicht? Diese Fragen stellen sich Dennis L. (50) und seine Lebensgefährtin Sabine K. (46), seit sie am frühen Freitagmorgen vergangener Woche von der Rettungsstelle des St. Josefs-Krankenhauses abgewiesen worden sind. Die Mitarbeiterin in einem Callcenter litt schon länger unter Bauchschmerzen – in der Nacht wurden sie so heftig, dass sie nicht mehr ein noch aus wusste. „Ich habe noch nie jemanden mit so starken Schmerzen gesehen“, sagt Dennis L. Er habe den Notruf wählen wollen – doch Sabine K. lehnt das ab. Sie lässt sich aber überreden, ins Auto zu steigen und zum St. Josefs-Krankenhaus zu fahren. Dort angekommen klingeln sie gegen 5.30 Uhr – dann der Schock. „Es kam eine verschlafene Frau an die Tür und machte uns klar – nachdem wir erklärt haben, dass meine Lebensgefährtin extrem starke, kaum noch aushaltbare Schmerzen im oberen Bauch habe –, dass ja um 8 Uhr die Hausärzte öffnen und wir uns dahin begeben sollen“, berichtet Dennis L.

Wie die Angelegenheit ausging, steht hier

Von MAZonline/bos