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Potsdam „Die Defa war meine Heimat“
Lokales Potsdam „Die Defa war meine Heimat“
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20:57 13.01.2013

dtwächter“, am Abend trafen sich einstige Weggefährten im Filmmuseum. Der Ort hätte passender nicht sein können, stand Braumann doch bei fast 40 Kino- und Fernsehspielfilmen sowie einigen Dokumentationen hinter der Kamera, davon knapp drei Jahrzehnte bei der Defa.

„Die Defa war meine Heimat, mein Leben“, sagte Braumann, der 1956, mit gerade mal 18 Jahren, an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg sein Kamerastudium begann. „Wolfgang war dank seiner (Vor-)Arbeit der ideale Partner eines Regisseurs“, lobte Filmemacher Günter Meyer den Jubilar in seiner Laudatio: „Wolfgang war immer ausgebucht.“ Etliche Filme verbinden Kameramann und Regisseur, zu nennen wäre Meyers erster Spielfilm „Die Squaw Tschapajews“ (1973), der Kinderfilm „Kai aus der Kiste“ (1988) oder „Spuk aus der Gruft“ von 1998 – der letzte Film, bei dem Braumann die Kamera führte. Wohl an die 20 000 Filmbilder habe Braumann in seiner Laufbahn komponiert, schätzte Meyer. Die Arbeit des Kameramannes sei immer präzise gewesen. So sollte für eine Einstellung in Meyers Kinderserie „Sherlock Holmes und die sieben Zwerge“ (1991/1992-’94) „eine schwarze Kutsche vor roter Sonne“ stehen – nur um 5.10 Uhr war dieses Bild möglich. „Drehstab und Sonne waren pünktlich“, erzählte Meyer augenzwinkernd.

Schon als 14-Jähriger engagierte sich Braumann in einer Fotografie-Arbeitsgruppe. Nach dem Kameradiplom 1961 dauerte es noch fünf Jahre, bis Braumann seinen ersten Spielfilm als verantwortlicher Kameramann bekam: „Oben fährt der große Wagen“ wurde 1966 fürs DDR-Fernsehen gedreht.

Auch nach der Wende war Braumann gefragt. Sein Eindruck von der westdeutschen Filmindustrie? „Es geht vor allem um Tempo, Tempo, Tempo.“ Im Rentenalter startete der Potsdamer eine zweite Karriere: Er belegte einen Malkurs an der Volkshochschule, widmete sich fortan der bildenden Kunst. Mehr als 350 Bilder auf Leinwand, Porzellan und Keramik entstanden in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten. „Mich interessierte die Technologie des Malens“, sagte Braumann, der seine Werke – bevorzugt Landschaftsmotive – in zehn Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentierte.

Zum Gratulieren ins Filmmuseum kamen auch Ex-Defa-Dramaturg Dieter Wolf und seine Frau Rosemarie Wolf (sie brachte bis Anfang der 1990er an der Babelsberger Filmhochschule ausländischen Studenten Deutsch bei). Dieter Wolf erlebte Braumann als „sehr liebenswerten, ruhigen, verlässlichen Kollegen“, hob dessen dramaturgisches Einfühlungsvermögen hervor: „Er verstand sein Metier.“ Bei zwei Filmen – „Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus“ (1977) und „Das Eismeer ruft“ (1984) – kreuzten sich ihre Wege. Einmal griff auch Kinderfilmregisseur Rolf Losansky auf Braumanns Künste zurück. Sie arbeiteten bei der Komödie „Hut ab, wenn du küsst“ (1971) zusammen. Hinter der Kamera zu stehen, sei zwar „ziemlich stressig gewesen, aber es hat immer Spaß gemacht“. Ansteckend war der Job beim Film offenbar auch: Der älteste Sohn Ralf ist Oberbeleuchter, Enkel Dennis Beleuchter, und Sohn Felix arbeitet als Kameraassistent für die TV-Serien „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Küstenwache“. (Von Ricarda Nowak)

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