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Potsdam Die Tricks der Fährleute
Lokales Potsdam Die Tricks der Fährleute
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21:30 23.01.2013

Ihr Revier sind die Straßen und Gehwege in Potsdam, Stahnsdorf, Kleinmachnow und Caputh, sie räumen und streuen Salz, damit am nächsten Morgen keiner ausrutscht.

Auch die Stadtwerke sind bis jetzt zufrieden. Die Streugutdepots sind gut gefüllt. „Wir bisher sind bisher gut durch den Winter gekommen“, sagt Sprecher Stefan Klotz. Im Straßenbahnverkehr habe es bis dato keine großen Einschränkungen gegeben. Einmal gab es eine vereiste Weiche am Hauptbahnhof. Damit der Verkehr weiter läuft, werden täglich Weichen und frostanfällige Schienenabschnitte erhitzt. Dass es trotz aller Vorsorge zu längeren Fahrtzeiten kommt, erklärt Klotz mit einer erhöhten Anzahl von Fahrgästen: „Die Leute fahren bei Kälte einfach mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln.“

Weniger flüssig geht es auf den Gewässern rund um die Landeshauptstadt zu. Die Fähre F 1 zwischen Hermannswerder und dem Kiewitt hat ihren Betrieb wegen Kälte und Eis ebenso einstellen müssen wie die Fähre F 10 zwischen Wannsee und Alt-Kladow. Jürgen Loch, der als Geschäftsführer von „Stern und Kreisschifffahrt“ aus Berlin für die Fähre F 10 zuständig ist, erklärte gestern: „Leichte Eisschichten können unsere Schiffe durchbrechen, sobald sich Eisschollen bilden, wird es aber brenzlig.“ Für seine Schiffe sei nicht die Eisdicke entscheidend, sondern die Eisschollen. Würden seine Schiffe dann noch verkehren, liefe man Gefahr, die anliegenden Stege der Sportboote zu beschädigen, so Loch. Wann die Gäste wieder auf See stechen können, sei noch nicht klar. „Da müssen sie schon Petrus fragen“, sagte er. Einstweilen sieht es nicht gut aus. Zum Wochenende sollen die Temperaturen deutlich in den zweistelligen Minusbereich fallen. Und auch für nächste Woche haben die Wetterdienste Frost angesagt. So werden sich auch die 300 Fahrgäste noch einige Zeit gedulden müssen, die bei günstigerer Witterung täglich die Fähre F1 für ihren Weg zur Arbeit und zur Schule nutzen. Vor allem die Menschen, die nach Hermannswerder müssen, seien betroffen, erklärt Klotz. Weil die Strömung auf dem Gewässer nicht so stark ist, bildet sich das Eis dort besonders schnell. Die Stadtwerke sehen die Situation aber gelassen: „Das ist nichts ungewöhnliches und die Leute stellen sich auf die Einschränkung ein.“

Die Besucher und Anwohner der Pfaueninsel hingegen kommen nach wie vor übers Wasser. Deren Fähre verkehrt auch bei starkem Frost regelmäßig, sagt Sprecherin der Schlösserstiftung, Tina Schümann. Die von der Stiftung betriebene Fähre pendelt im 20-Minuten-Rhythmus. Die Fährleute sind allerdings angehalten, gern einmal häufiger überzusetzen, damit die Fahrrinne nicht vereist. „Notfalls muss das Schiff auch nachts fahren“, sagt Schümann. Wenn nichts mehr hilft, würden schon mal Axt und Spaten herausgeholt und das Eis zwischen Pfaueninsel und Ufer per Hand entfernt.

Der Caputher Fährmann Carsten Grunow fährt auch bei Minusgraden im Sechs-Minuten-Takt – sofern die Technik seiner Fähre nicht versagt. Der Maschinenraum sei beheizt, bei der Hydraulik müsse er manchmal mit einem Brenner nachhelfen, um sie im Gang zu halten.

Die Polizei warnt immer wieder davor, auf zugefrorenen Gewässern Eislaufen zu gehen. „Diesen Winter sind und noch keine Unfälle auf dem Eis gemeldet worden“, sagt Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Jedes Jahr gebe es brenzlige Situationen, bei der Menschen unter Umständen ums Leben kommen können. Daher rate die Polizei grundsätzlich, das Eislaufen auf zugefrorene Wiesen oder Felder zu verlagern. „Wenn das Eis bricht, bekommt man dort höchstens kalte Füße.“ (Von Kerstin Voy

und Clara Billen)

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