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Potsdam Die meisten ratsuchenden Opfer sind weiblich
Lokales Potsdam Die meisten ratsuchenden Opfer sind weiblich
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09:22 21.11.2017
Frauen hissten vor dem Rathaus die Anti-Gewalt-Fahne. Quelle: Köster
Potsdam

Die Opferberatung Potsdam hat im Vorjahr 257 Ratsuchenende betreut. 79 Prozent von ihnen waren Frauen und Mädchen, die meisten von ihnen wurden Opfer sexualisierter Gewalt, wie die Leiterin der Opferberatung und Traumaambulanz, Rosmarie Priet, anlässlich des am 25. November stattfindenden Internationalen Tages „Gegen Gewalt an Frauen“ mitteilt.

„Die Betroffenen leiden vor allem unter den psychischen Folgen der erlebten Gewalt wie Ängsten, Alpträumen und Depressionen“, so Rosmarie Priet. Die erlebte Gewalt treffe nicht nur die Opfer selbst, sondern wirke sich fast immer auf die Beziehungen in der Familie und zu Freunden aus. Auch Probleme am Arbeitsplatz können die Folge sein. „Zusätzliche Belastungen entstehen durch das Strafverfahren und die bürokratischen Hürden bei der Durchsetzung von Entschädigungsleistungen“, so Priet. Neben den Opfern von Sexualstraftaten betreuten die Experten der Potsdamer Beratungsstelle auch Menschen, die Körperverletzungen, Freiheitsentzug, Beleidigung, Raub, Einbruch oder gar einen Mordversuch erfahren haben. 135 der Ratsuchenden nahmen eine soziale Beratung in Anspruch, Prozessbegleitung nutzten 79, Psychotraumatologische Beratung war bei 61 Personen nötig.

Vor dem Stadthaus hisste am Montag Potsdams Gleichstellungsbeauftragte Martina Trauth gemeinsam mit den Mitgliedern des städtischen Arbeitskreises Opferschutz die Terres-des-Femmes-Fahne „Frei leben ohne Gewalt“. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt des Anti-Gewalt-Tages auf dem Thema Genitalverstümmelung, von der nach Angaben von Unicef weltweit mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen betroffen sind. „Genitalverstümmelung bei Mädchen ist Kindesmisshandlung und eine schwere Menschenrechtsverletzung“, so Martina Trauth . „Wir brauchen dringend mehr Aufklärungs- und Bildungsprojekte. Fachpersonal wie zum Beispiel Ärzte, Hebammen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugend- und Sozialamtes sowie der Polizei sollten entsprechend fortgebildet werden.“

Eine weitere wichtige Aktion rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ist die vom 20. bis 26. November stattfindende Brottütenaktion. Mehr als 150 Bäckereien in Brandenburg verpacken ihre Ware in extra angefertigten Brottüten, die über Hilfsangebote nach einer Vergewaltigung informieren. Auch in Potsdam beteiligen sich viele Bäckereien.

Von MAZonline

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