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Potsdam Das sind die schlimmsten Staustellen für Bus und Tram
Lokales Potsdam Das sind die schlimmsten Staustellen für Bus und Tram
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01:15 28.04.2019
Das Nauener Tor bleibt mit einer Spur ein Engpass. Auch die Krampnitz-Bahn wird hier den Gegenverkehr abwarten müssen.  Quelle: Foto: Varvara Smirnova
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Potsdam

Mit einem Verkehrssimulationsmodell zur Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs hat die Stadtverwaltung hat die wesentlichen Schwachstellen im Streckennetz für die nächsten zehn Jahre errechnet. Das Ergebnis soll den Stadtverordneten am 8. Mai vorgelegt werden. Hier ein Überblick über die neun wesentlichen Schwachstellen:

1. Auf der Potsdamer Straße zwischen Hug- und Amundsenstraße kommt es zur Behinderung des Busverkehrs durch den Kfz-Verkehr. Als mögliche Maßnahmen werden die Einrichtung einer Busspur und alternative Linienführungen genannt. Die Maßnahmen sollen mit dem neuen Nahverkehrsplan präzisiert werden.

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2. An der Ecke Zeppelin-/Breite Straße kommt es häufig störungsbedingt zu Zwangshalten für Bus und Tram. Als mögliche Maßnahme wird ein zusätzliche Freigabe per Ampelschaltung für den öffentlichen Verkehr geprüft. Darüber hinaus führen laut Analyse zu lange Fahrgastwechselzeiten dazu, dass das Grünsignal stadteinwärts nicht genutzt werden kann. Deshalb soll das Signal zum Türenschließen besser mit den Ampelphasen abgestimmt werden. Mir der Fortschreibung des Nahverkehrsplans sollen weitere Maßnahmen zur Beschleunigung erarbeitet werden.

3. In der Kastanienallee kommt es zu Behinderung des Busverkehrs durch den Kfz-Verkehr. Als mögliche Maßnahmen werden die Herstellung einer Busspur und alternative Linienführungen geprüft. Diese Maßnahmen sollen mit dem neuen Nahverkehrsplan konkretisiert werden.

4. Auf der Bus- und Straßenbahntrasse am Landtag kommt es wegen des Begegnungsverbots für den Bus und Tram häufig zu gegenseitigen Behinderungen. Außerdem gibt es oft Störhalte an der Einmündung der Humboldtstraße mit der Zufahrt zum Landtag. Künftig soll laut Stadt darauf geachtet werden, dass die Trasse „keine Überlastung durch zu viele ÖPNV-Fahrzeuge erfährt“. Dem Einsatz von Straßenbahnen mit ihrer größeren Kapazität soll der Vorzug vor Bussen gegeben werden.

5. In der Friedrich-Engels-Straße kommt es immer wieder zur Behinderung des Busverkehrs stadteinwärts durch den Kfz-Verkehr. Als mögliche Maßnahme wird die dauerhafte Markierung einer Busspur Richtung Hauptbahnhof genannt, die in der kommenden Woche mit dem Beginn der Bauarbeiten am Leipziger Dreieck zunächst übergangsweise eingerichtet werden soll.

6. Auf der Nedlitzer Straße zwischen Kiepenheuerallee und Amundsenstraße kommt es zur Behinderung des Busverkehrs durch den Kfz-Verkehr. Der Engpass wurde nach Einschätzung der Stadt durch die Tramverlängerung zum Campus Jungfernsee und die Verlagerung auf die Straßenbahn bereits deutlich entschärft.

7. Das Nauener Tor bleibt eine Engstelle, weil in der Tordurchfahrt kein Gegenverkehr möglich ist. Bei der weiteren Verkehrsplanung soll darauf geachtet werden, dass die Trasse keine Überlastung durch zu viele ÖPNV-Fahrzeuge erfährt, so die Stadt. Mittelfristig wird auch der verlängerte Tramverkehr nach Krampnitz und Fahrland durch das Tor geführt.

8. Die Heinrich-Mann-Allee ist zwischen den Haltestellen Friedhöfe und Sporthalle eine Engstelle wegen des Begegnungsverbots für die Straßenbahntypen Combino/Variobahn. Der Engpass soll mit dem Umbau der Heinrich-Mann-Allee aufgelöst werden.

9. Die Nedlitzer Straße ist zwischen der Georg-Hermann-Allee und Zum Exerzierhaus ein Engpass wegen der eingleisigen Führung der Tram. Dadurch gibt es laut Stadt Zwänge bei der Fahrplanerstellung und Risiko hoher Verlustzeiten im Verspätungsfall, wenn auf den Gegenzug gewartet werden muss. Die Beseitigung durch den Umbau und die Herstellung eines zweiten Gleises werde mit dem Nahverkehrsplan geprüft.

An der Beseitigung der genannten Engpässe wird laut Stadt zum Teil bereits gearbeitet. Weitere größere Maßnahmen würden mit dem Nahverkehrsplan weiter konkretisiert.

Von Volker Oelschläger