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Potsdam Digitale Schnitzeljagden durch das Welterbe
Lokales Potsdam Digitale Schnitzeljagden durch das Welterbe
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02:17 08.08.2015
Wer Rätsel löst und Hinweisen folgt, wird bei der Smartphone-Schnitzeljagd mit Informationen und schönen Ausblicken belohnt.
Wer Rätsel löst und Hinweisen folgt, wird bei der Smartphone-Schnitzeljagd mit Informationen und schönen Ausblicken belohnt. Quelle: Jacqueline Schulz
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Potsdam

Was früher eine Schnitzeljagd oder Stadt-Rallye war, nennt sich heute „Actionbound“. Das Konzept ist unverändert: Die Spieler folgen kleinen Hinweisen und bewegen sich durch die Lösung von Rätsel zu einem unbekannten Ziel. Mit Hilfe von GPS-Navigation und mobilem Internet ist diese Art der Schatzsuche mittlerweile im digitalen Zeitalter angekommen. Zwei neunte Klassen des Babelsberger Filmgymnasiums haben gemeinsam mit dem Jugendclub „clubMitte“ der Stiftung SPI zwei kostenfreie Rätseltouren durch das Potsdamer Welterbe erarbeitet, die jedermann mit Hilfe eines Smartphones und der App „Actionbound“ spielen kann.

Dank GPS lässt sich die Schnitzeljagd nicht vom Sofa aus machen

„Unser Ansatz war es, dass die Schüler ihre Smartphones benutzen dürfen, um dadurch gleichzeitig auch wieder den Kopf zu heben“, sagt die Sozialarbeiterin Nelli Nickel. Ein Schuljahr lang beschäftigten sich die insgesamt 31 Schüler mit der Stadt. „Viele haben Potsdam dabei erstmals richtig kennen gelernt, weil die meisten aus dem Umland kommen“, erzählt Lehrer Mitchell Anderson. Mit Touristenbussen haben sie sich einen Überblick verschafft und auf Exkursionen mögliche Strecken, Rätsel und historische Fakten recherchiert. Jetzt wurden die zwei kostenlosen „Yes We Cache“ genannten Touren veröffentlicht.

Die Schüler des Filmgymnasiums recherchieren die Inhalte vor Ort. Einer der zwei „Bounds“ beginnt in der Mitte des Platz der Einheit. Quelle: Robert Vogel

Die Startpunkte liegen zentral auf der Langen Brücke und in der Mitte des Platz der Einheit. Gemeinsam oder gegeneinander kann nun jeder die von den Schülern gestellten Aufgaben zu lösen. Dabei ist ein Blick für Details gefragt. Manchmal muss man Hinweisfotos folgen, um zur nächsten Station zu gelangen. Auch Wissensfragen werden gestellt, die mit einem Blick auf Gedenktafeln in unmittelbarer Nähe der Spieler beantwortet werden können. Vom Sofa aus lässt sich die Jagd dagegen nicht bestreiten, denn auf bestimmten Abschnitten folgt man einem Pfeil auf dem Bildschirm. Per GPS ortet das Telefon, ob man tatsächlich an den richtigen Punkt gelangt ist.

Die App „Actionbound“

Für die Schnitzeljagd benötigt man die kostenlose App „Actionbound“, die auf allen gängigen Smartphones und Tablet-Computern läuft.

Wer sie installiert hat, kann über eine Karte die zwei Potsdamer Rätseltouren („Bounds“) finden oder die QR-Codes auf der Seite www.yeswecache-potsdam.de nutzen.

Die App vereint „Bounds“ in vielen deutschen Städten und erlaubt es sogar, eigene Touren für private Schnitzeljagden zu erstellen.

„Wir wollen junge Leute auf den Spuren des Welterbes in Bewegung setzen. Das Projekt animiert zum Loslaufen“, sagt Potsdams Marketing-Chefin Sigrid Sommer über die Rätseltouren. Der Marketing-Bereich der Stadt hat das Projekt mit 13.500 Euro gefördert.

In zwei Stunden kann man das unbekannte Ziel erreichen

Wer allen Hinweisen folgt, legt zwischen fünf und sieben Kilometer zurück und lernt in zwei Stunden viele Details der Stadt kennen. Belohnt werden die Spieler auf beiden Routen zum Schluss mit einem wunderschönen Ausblick – wenn sie den Blick tatsächlich vom Smartphone lösen können.

Der Link zum Projekt: www.yeswecache-potsdam.de

Von Peter Degener

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