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Potsdam RAW-Investor geht auf besorgte Anwohner zu
Lokales Potsdam RAW-Investor geht auf besorgte Anwohner zu
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09:34 03.06.2019
Die alte RAW-Halle soll um einen großen Gewerbeneubau ergänzt werden. Die Anwohner der Teltower Vorstadt fürchten um ihre Mieten. Quelle: Varvara Smirnova
Potsdam

Nach heftiger Kritik am geplanten Digitalprojekt „Creative Village“ am ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) geht Projektentwickler Mirco Nauheimer auf die Anwohner der Teltower Vorstadt zu. „Wir untersuchen, wo wir mit dem Umfeld unseres Projekts zusammenwirken können und überlegen, wie wir positiv zum Quartier beitragen können. Ich möchte auch unbedingt die neue Sozialbeiordnete der Stadt sprechen und ihr Augenmerk auf das Areal lenken“, sagte Nauheimer am Freitag der MAZ.

Anwohnerinitiative fordert Informationen von der Stadt

Das „RAW Creative Village“ wird das Umfeld allein durch seine architektonische Größe deutlich prägen. Die Überbauung der alten RAW-Halle ist allerdings mittlerweile abgesagt. Quelle: RAW Potsdam Gmbh

Stadt erwartet „Pendlerstandort“ statt Verdrängung alter Mieter

Der Potsdamer Baubeigeordnete Bernd Rubelt (parteilos) sagte auf MAZ-Anfrage zu möglichen negativen Auswirkungen der großen Gewerbeansiedlung, dass diese „nicht isoliert von der prosperierenden Gesamtentwicklung der Stadt und des gesamten Berliner Raums“ betrachtet werden können. Stattdessen müsse man „etwaigen problematischen Auswirkungen“ mit gesamtstädtischen Strategien entgegensteuern.

Interview mit Stadtforscher Hans-Hermann Albers: „Ich kenne kein weiteres Projekt dieser Größe“

Rubelt erwartet, dass die entstehenden Arbeitsplätze „eine hochmobile Klientel, die primär nicht auf arbeitsplatznahe Wohnstandorte ausgerichtet ist“, anspreche. Die Bahnhofsnähe unterstütze „den absehbaren Charakter als Pendlerstandort“, so Rubelt.

Stadtverordnete regen Milieuschutzgebiet an

In der Stadtpolitik wird trotz alledem der Beschluss einer sozialen Erhaltungssatzung diskutiert. Damit könnte das Umfeld des Areals als „Milieuschutzgebiet“ ausgewiesen werden, um die Steigerung der Immobilienpreise zumindest abzudämpfen. Der Hauptausschuss beschloss zudem, dass bis 15. November eine Anwohnerversammlung durchgeführt werden soll, um über die Planungen zu informieren und Anregungen aufzunehmen.

Unbekannter Finanzier soll vor Sommerferien präsentiert werden

Die Grünen hatten zuletzt die Transparenz des Projekts bemängelt, dessen eigentlicher Finanzier noch immer nicht öffentlich in Erscheinung getreten ist.

So sieht es derzeit in der historischen Halle aus. Quelle: Varvara Smirnova

Am Montag will er den neuesten Projektstand in der Verwaltung vorstellen. „Die Planung wurde durch Gutachten zur Statik und zum Baugrund präzisiert“, sagt Nauheimer. So sei mit Schürfungen in der historischen Halle und dem Umfeld der Boden nach Kampfmitteln abgesucht worden. Auch am Erscheinungsbild gebe es Änderungen.

Von Peter Degener

MAZ-Service: MAZImmo

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