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Potsdam Dr. Motte bei „Bass gegen Rassismus“ in Potsdam
Lokales Potsdam Dr. Motte bei „Bass gegen Rassismus“ in Potsdam
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18:11 17.09.2018
Techno-Legende Dr Motte
Techno-Legende Dr Motte Quelle: Petrov Ahner
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Potsdam

Der legendäre Berliner Techno-DJ Matthias Roeingh, weltbekannt als Dr. Motte, wird am Sonnabend in Potsdam auflegen. Die Veranstalter des spontanen Toleranzfestivals „Bass gegen Rassismus“ auf dem RAW-Gelände am Hauptbahnhof kündigten Dr Motte als Special Guest an. Der 58-Jährige ging als Mitbegründer der Berliner Technodemo „Loveparade“ in die Musikgeschichte ein.

Veranstalter freuen sich über Unterstützung des legendären DJs

„Wir sind zutiefst erfreut, uns seine Unterstützung für das Projekt gesichert zu haben“, so die Veranstalter.

Techno-DJ Dr Motte war 1989 Mitbegründer der Loveparade in Berlin. Quelle: Marie Staggat

Hinter dem Festival steht der Potsdamer Verein Basskontakt. Auf die rechten Demonstrationen und Hetzjagden auf Ausländer in Chemnitz und eine weitere in Potsdam angekündigte und dann abgesagte rechte Kundgebung reagierten sie mit dem Entschluss ein weltoffenes Elektrofestival zu organisieren. Schnell konnten sie die Eigentümer des RAW-Geländes, die havelländischen Electro-Veranstalter „Nation of Gondwana“ und das Potsdamer Toleranzbündnis „Potsdam! bekennt Farbe“ zur Zusammenarbeit überzeugen.

Festivaleintritt beträgt fünf Euro und dient einem guten Zweck

Bei einem Eintritt von fünf Euro pro Person erwarten die Veranstalter rund 1500 Gäste. „Bass gegen Rassismus“ beginnt am 22. September um 11 Uhr und soll bis Mitternacht andauern. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern und etwaige Gewinne sollen Potsdamer Projekten gespendet werden, die sich für Toleranz einsetzen.

Der Strom vom einer Million Techno-Jüngern vom Brandenburger Tor zum Großen Stern bei der Loveparade 1997 in Berlin. Quelle: dpa

„Tanzbewegung mit Liebe und Respekt füreinander

Bekannt wurde Dr Motte durch seine Ansprachen bei den Abschlusskonzerten der Loveparade unter der Berliner Siegessäule auf dem Großen Stern. Er wollte nicht nur, dass die Teilnehmer tanzten, sondern dass sie zu aktiven Teilnehmern einer „Tanzbewegung“ voller liebe und Respekt füreinander wurden.

Von Peter Degener