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Potsdam Drewitzer Rolle wird Künstlerkolonie
Lokales Potsdam Drewitzer Rolle wird Künstlerkolonie
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19:28 11.03.2014
Martin Mehlitz in seinem Atelier im Kusthaus 17. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Auch in den Wohnungen soll Atelierbetrieb möglich sein. Bei Nachfrage soll das Modell ausgeweitet werden, so die Sprecherin. Der Gedanke einer "Künstlerkolonie" sei durchaus "gewollt". Die Pro Potsdam erhoffe sich mit dem Angebot eine Aufwertung der Gartenstadt. Sie reagiert zugleich auf sich häufende Alarmmeldungen zur dramatischen Verknappung von Arbeitsräumen für Künstler in Potsdam.

Die jüngste Hiobsbotschaft kommt vom früheren Regierungsgelände an der Heinrich-Mann-Allee. Martin Mehlitz vom Kunsthauses17 bestätigte gestern, dass den acht Künstlern der Ateliergemeinschaft sowie der Klangwerkstatt unter dem Dach und den Imagonauten mit ihrem Panorama-Filmstudio zum 30.Juni gekündigt wurde. Die meisten Künstler im Hause hatten vor der Eröffnung im Jahr 2011 schon eine Odyssee hinter sich. Mehlitz hatte Atelier und Malschule vorher unter beengten Bedingungen in der Charlottenstraße. Die Künstler, die auch auf der Kunstmesse Art Brandenburg als Kunsthaus 17 auftraten, wollen laut Mehlitz möglichst auch nach ihrem Auszug aus der Heinrich-Mann-Allee zusammenbleiben. Die Chancen sind aber gering.

Dabei war von vornherein klar, dass das Haus 17 als Teil des künftigen Präsidiums der Bundespolizei nur vorübergehend genutzt werden kann. Thomas Viehweg, Sprecher des Finanzministeriums, bestätigte, dass die Kündigungen im Zusammenhang mit dem nahenden Umbau erfolgte. Das Haus 17 soll in den Neubau integriert werden. Laut Viehweg können begonnene Kurse aber auch über den Kündigungstermin hinaus zu Ende geführt werden. Der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften wolle den Künstlern bei der Suche nach neuen Räumen helfen.

Dass bezahlbare Arbeitsräume für Künstler oft nur zeitweise zu haben sind, ist in der Landeshauptstadt mit ihrem ausgereizten Immobilienmarkt ein generelles Problem. Namhafte Adressen längst geschlossener Atelierhäuser sind die Seestraße und die Puschkinallee 16. Das Kunsthaus "Sans titre" in der Französischen Straße ist eines der Zentren, dessen Uhr tickt. Wolfram Gay, Vorstand der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956, bekräftigte gestern zwar: "Wir unterstützen das, so lange es geht." Das seit 2009 als Kunsthaus genutzte Gebäude werde nicht 2014 und auch nicht 2015 abgerissen. "Doch irgendwann wird da ein Neubau stehen."

Martin Mehlitz hat nach der vor einigen Tagen eingegangenen Kündigungen zwei Motive auf die Leinwand gebracht. Sein Atelier in blassen, fast verschwindenden Farben. Und das Bild eines Mannes mit Kappe und Badehose in einer flirrenden Kalkwüste, in der es keine Orientierung gibt. Das ist sein künstlerischer Kommentar zur Lage. Doch insgesamt bleibe er Optimist. Als Künstler habe er "eigentlich nicht den Anspruch, dass man mir hilft. Risiken gehören zu meinem Lebensmodell".

Das Kunsthaus 17 werde sich am 4.Mai zum Tag der offenen Ateliers mit einem Fest von seinen Freunden verabschieden.

Von Volker Oelschläger

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