Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam „Drushba“ muss Neubau weichen
Lokales Potsdam „Drushba“ muss Neubau weichen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:57 21.01.2013
Anzeige
Potsdam

Gestern haben die Abrissarbeiten begonnen.

Das architektonisch umstrittene Blauhaus ist für viele Potsdamer ein Ort der Erinnerung: Hier fanden Jugendweihen, Abi-Bälle, Tanzkurse und Partys statt. Zu DDR-Zeiten als „Drushba“ bekannt, wurde das Gebäude schon als FDJ-Jugendfreizeitzentrum genutzt. Nun müssen die Erinnerungen dem 5000 Quadratmeter großen Erweiterungsbau des Humboldt- Gymnasiums weichen. Die Kosten für den Neubau und die Sanierung des Gymnasiums liegen insgesamt bei 9,1 Millionen Euro.

Neben dem Erweiterungsbau sollen auf dem ehemaligen Tramdepot an der Heinrich-Mann-Allee außerdem 400 Wohneinheiten gebaut werden. Nach jahrelangem Streit wurde für den dort beheimateten Tennisverein TC Rot-Weiss ein Standort in der Wetzlarer Straße gefunden. Auf den alten Tennisplätzen entstehen 150 Wohneinheiten. Weitere 150 Wohnungen werden auf den Sportflächen hinter dem Humboldt-Gymnasium gebaut.

Die Abrissarbeiten waren zunächst für den Sommer geplant. Da der Kommunale Immobilenservice (Kis) aber mit archäologischen Überraschungen auf dem Areal rechnete, startet der Abriss nun früher. Verfärbte Erde hatte Hinweise auf uralte Siedlungsreste gegeben. Zeitgenössischere Funde wären ebenfalls möglich: Bowlingkugeln, Party-Hüte und Konfetti unter dem Fundament des Blauhauses könnten von den Erlebnissen verschiedener Potsdamer Generationen zeugen. (Von Clara Billen)

Potsdam Der Wiederaufbau der „Alten Post“ mit historischer Fassade kann gelingen, sagen Daniel Panzer und Architekt York Stuhlemmer - Bürgerpalast mit modernem Innenleben
21.01.2013
Potsdam Kläger erwarten Grundsatzurteil - Wannsee-Route vor Gericht
21.01.2013
Potsdam Beelitzer Bäckerei Exner für ausgezeichnete Qualität ausgezeichnet - Zum dritten Mal die „Goldene Brezel“
21.01.2013