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Potsdam Stern-Center bestätigt Baupläne für zwei weitere Hochhäuser in Potsdam
Lokales Potsdam Stern-Center bestätigt Baupläne für zwei weitere Hochhäuser in Potsdam
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19:50 29.10.2019
Die markierten Flächen sind die Standorte der beiden neuen Hochhäuser Am Stern. Quelle: Simulation: ECE, Stadt Potsdam
Am Stern/Drewitz

Die ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG als Betreibergesellschaft des Einkaufszentrums im Stern-Center hat am Dienstag im Bauausschuss der Stadt Potsdam ihre Pläne für den Bau weiterer Hochhäuser neben dem Stern-Plaza bestätigt.

Den Angaben nach geht es um zwei derzeit als Parkplatz genutzte Flächen im Südosten und Südwesten des Stern-Centers, die mit jeweils rund 4400 Quadratmetern Grundstücksfläche ein Potenzial für Wohnbauflächen darstellten. Laut Stadtplanungschef Andreas Goetzmann könnte 2022 mit dem Bau begonnen werden, die Fertigstellung sei 2024 denkbar.

500 bis 700 Wohnungen in beiden Häusern

Geplant sei die Entwicklung von zwei Gebäuden auf den Flächen mit einer maximalen Bruttogeschossfläche von 60.000 Quadratmetern. Laut Stadtplanungschef Andreas Goetzmann könnten in den beiden Häusern 500 bis 700 Wohnungen entstehen. Neben der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum für ein breites Nutzerspektrum biete die Entwicklung dieser Flächen auch die Möglichkeit, den Standort Stern-Center in seiner Gesamtheit gestalterisch und funktional aufzuwerten, hieß es im Ausschuss. Das Stern-Center habe eine prägende Funktion im Südosten der Stadt, so Goetzmann, liege aber „ein bisschen als Solitär zwischen den benachbarten Wohngebieten“.

Im Wohngebiet Am Stern nähe Sterncenter und Stern Plaza sind neue Hochhäuser geplant. Quelle: Bernd Gartenschläger

Florian Sauer von der ECE verwies auf vorhandene Platzkapazitäten. Ziel des Center-Betriebes sei nicht zuletzt in Konkurrenz mit dem Online-Handel der Erhalt des Status quo mit 85 Geschäften und 1000 Arbeitsplätzen. Flächenpotenzial böten nicht benötigte Parkplätze.

Stärkere Vernetzung der Stadtteile

Durch die Errichtung von Wohnungsbau und der damit verbundenen Optimierung vorhandener Erschließungs- und Grünstrukturen könne eine stärkere Vernetzung des Standortes mit den umliegenden Stadtteilen Am Stern, Alt Drewitz sowie der Gartenstadt erreicht werden. Auch das Kirchsteigfeld gehört zum näheren Einzugsgebiet.

Vorgesehen ist den Angaben zufolge der Bau von Geschosswohnungsbau für verschiedene Bevölkerungsgruppen, auch im sogenannten mietpreisgedämpften Segment. Um die Entwicklungsmöglichkeiten für den Standort auszuloten, sei durch ECE die Auslobung eines kooperativen Gestaltungsverfahrens geplant.

Eine Auswahl eingeladener Architekturbüros solle sich ab Dezember dieses Jahres mit dem Standort und seinen Entwicklungsmöglichkeiten in einem zweistufigen Gestaltungsverfahren auseinandersetzen.

Durch dieses Verfahren sollten „eine qualitativ hochwertige Gestaltung, optimale Integration der geplanten Bebauung in die vorhandene Stadtstruktur, sowie die bestmögliche Strukturierung der Baukörper und Außenanlagen gesichert werden“, hieß es.

Verfahren voraussichtlich im Juni 2020 abgeschlossen

Der Prozess solle begleitet werden von Vertretern der ECE, eingeladenen externen Experten sowie der Verwaltung der Landeshauptstadt und Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen. Das Verfahren werde voraussichtlich im Juni 2020 abgeschlossen sein.

Die Ergebnisse sollen dem Bauausschuss nach der Sommerpause vorgestellt werden. Darauf aufbauend werde in der Stadtverordnetenversammlung über das dafür notwendige Änderungsverfahren für den rechtsverbindlichen Bebauungsplan zu entscheiden sein.

Die neuen Hochhäuser orientieren sich in ihrer Höhe am Stern-Plaza. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die MAZ hatte in ihrer Montagsausgabe zuerst über die Hochhauspläne der ECE berichtet, ohne dass die Gesellschaft sich zunächst dazu äußern wollte. In einer Vorlage für die Stadtverordneten war mitgeteilt worden, dass der Bebauungsplan 22, der das Sterncenter und die angrenzenden Gewerbeflächen mit zwei Möbel- und einem Autohaus umfasst, für den Wohnungsbau geändert werden müsste. Die Verantwortlichen bei der ECE waren zunächst nicht für Nachfragen erreichbar.

Die von der MAZ aus den Unterlagen der Verwaltung angegebenen 1400 Wohnungen seien ein Lapsus seiner Mitarbeiter, räumte Goetzmann im Ausschuss ein. Tatsächlich seien in den Unterlagen 1400 Einwohner gemeint gewesen: Die MAZ habe „eine falsche Quelle richtig zitiert“, sagte er.

Im Bauausschuss wurde auch bestätigt, dass sich die Höhe der Neubauten am Stern-Plaza orientieren soll, das mit seinen 73 Metern aktuell das höchste Wohngebäude Potsdams ist.

Die Neubauten würden sich in „Höhe und Dichte an der vorhandenen Wohnbebauung im Süden des Stern-Centers“ orientieren, hieß es in der von der ECE vorgestellten Präsentation: „Maximale Höhe in Orientierung an der Bestandsbebauung Stern-Plaza“.

Von Volker Oelschläger

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