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Potsdam Ein Blick in andere Kulturen
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18:55 08.09.2017
Die Besucher verschiedener Nationen hatten bei dem Multi-Kulti-Fest sichtlich Spaß.
Die Besucher verschiedener Nationen hatten bei dem Multi-Kulti-Fest sichtlich Spaß. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Schlaatz

Eine afrikanische Musikgruppe hieß heute die Besucher des sechsten „Multi-Kulti-Fests“ im Familienzentrum Bisamkiez in Potsdam, Einrichtung des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF), mit einem fröhlichen Trommelkonzert herzlich willkommen. Die Veranstaltung im Stadtteil „Am Schlaatz“ wurde gemeinsam mit den Kooperationspartnern FJS-Kinderklub „Unser Haus“ und dem Mädchentreff „Zimtzicken“ initiiert.

Das vielfältige Programm bot Spaß für Groß und Klein: Neben einer nigerianischen Kindergruppe, die ein Musical einstudiert hatte, traten auch syrische Musiker, eine deutsche Breakdance-Gruppe, vietnamesische Tänzer sowie eine Geschichtenerzählerin auf. Daneben gab es bunte Bastelangebote und Henna-Bemalungen. Ein besonderer Höhepunkt: das interkulturelle Mitbringbuffet. So fanden sich vietnamesische Sommerrollen neben syrischem Kika-Kuchen und deutschem Kartoffelsalat. Und trotz des Regens kamen zahlreiche Besucher. „Die Musik ist beeindruckend. Es ist schön, mal etwas anderes zu hören,“ schwärmt die 29-jährige Mutter Katharina Henze.

Seit 2009 kommen im Familienzentrum Bisamkiez in der Mitmachküche Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern zusammen, um Rezepte ihrer Heimat mit anderen zu teilen. Daraus entstand dann 2011 die Idee zum „Multi-Kulti-Fest“.

Das Ziel: Menschen sollen ein Verständnis füreinander bekommen, sagt Beate Hänsel, Leiterin des Familienzentrums Bisamkiez. „Bei uns im Viertel leben Menschen aus 60 verschiedenen Kulturen. Wir möchten ihnen die Möglichkeit geben, ihre Kultur zu zeigen,“ erzählt die 45-jährige Sozialpädagogin. „Nur so kann Integration gelingen – wenn wir miteinander etwas tun und uns zeigen, wo wir herkommen.“

Bei den Kreativ- und Spielangeboten oder am Buffet engagierten sich auch viele ehrenamtliche Helfer. So wie Mahmoud Alhazwani. Der 24-Jährige versorgte die Gäste am Grill. „Deutschland hat mir sehr geholfen. Jetzt möchte ich etwas zurückgeben“, erzählt er. Zum Abschluss des Fests stiegen dann bunte Luftballons mit Wünschen für die Zukunft in die Luft.

Von Anne Knappe

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