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Potsdam Ein kleiner Schluck gegen den Herzinfarkt
Lokales Potsdam Ein kleiner Schluck gegen den Herzinfarkt
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15:27 18.01.2014
Bergholz-Rehbrücke

Ratschläge, doch ab und an mal zum Glas zu greifen, wollen die Rehbrücker aber aufgrund ihrer Untersuchung nicht abgeben. „Alkohol ist nicht die Ursache für Gesundheit“, sagt die Leiterin des Forscherteams Manuela Bergmann. Viel mehr würden die Ergebnisse die Vermutung nahe legen, dass gesunde Menschen ein Gläschen in Maßen ohne große Nachteile für ihre Gesundheit verkraften. Zudem weist Bergmann auf die steigenden Risiken durch Alkohol für andere Krankheiten wie etwa Krebs hin.

Für die aktuelle Untersuchung zum Alkoholgenuss und den Risiken für einen Tod durch Herz-, Kreislaufkrankheiten, wählten die Forscher mehr als 380.000 Männer und Frauen der Epic-Studie aus Griechenland, Spanien, Italien, Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland aus. Betrachtet wurden die Trinkgewohnheiten in verschiedenen Lebensabschnitten zwischen 20 und 50 Jahren, Vorerkrankungen und eventuelle Todesursachen. Wer als Mann demnach täglich höchstens zwei 0,3-Liter-Glas Bier, Wein (knapp 0,2 Liter) oder eines anderen Getränkes mit zwölf Gramm Alkohol zu sich nimmt, und dies lebenslang, hat ein um neun bis 14 Prozent niedrigeres Risiko, an Herz-, Kreislauferkrankungen zu sterben. Für Frauen liegen die Mengengrenzen bei etwa der Hälfte.

Die abgesenkte Quote für einen Tod durch Herz- oder Kreislaufversagen oder einen Schlaganfall zeigt sich aber nur für die Teilnehmer, die ohne Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs in die Studie aufgenommen wurden. Eine weitere wichtige Einschränkung in diesem Zusammenhang: Wer vor der Epic-Untersuchung mehr getrunken hatte und erst danach maßvoller zum Glas griff, darf sich nicht über gesunkene Risiken eines Herz- oder Kreislauf bedingten Ablebens freuen. „Das legt die Vermutung nahe, dass der übermäßige Genuss alkoholischer Getränke eventuell bleibende Schäden zurücklässt“, sagt Bergmann. Auch hier zeige sich, dass – wenn überhaupt – ein dauerhafter, dann aber maßvoller Umgang mit Alkohol der Gesundheit nicht schaden muss.

Während die Studie diejenigen als Vieltrinker einstuft, die je nach weiblich oder männlich täglich mehr als zweieinhalb oder fünf Gläser konsumieren, nehmen Wenigtrinker nur ein halbes oder ein Glas alkoholische Getränke pro Woche und weniger zu sich.

Von Gerald Dietz

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