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Potsdam Potsdam richtet 2020 Einheitsfeier aus
Lokales Potsdam Potsdam richtet 2020 Einheitsfeier aus
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18:34 19.02.2019
Schon zum 15. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2005 gab es in Potsdam eine Einheitsfeier und auch am selben Platz. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Es wird ein rauschendes Fest, bei dem auf jeden Potsdamer drei Gäste kommen: 400.000 bis 600.000 Besucher erwartet das Land zum 30. Tag der Deutschen Einheit in Potsdam. Rund zwölf Millionen Euro wird das kosten: „Nur“ 3,5 Millionen für das Fest, aber acht bis neun Millionen für die Sicherheit und das „Protokoll“: Immerhin präsentieren sich alle deutschen Bundesländer, und es kommt international hochrangiger Besuch. Oberbürgermeister Mike Schubert und Staatskanzleichef Martin Gorholt (beide SPD) unterzeichneten am Dienstag im Potsdamer Rathaus eine entsprechende Vereinbarung; Schubert und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) umrissen das Programm in seiner Bedeutung, doch Höhepunkte benannten sie nicht.

Oberbürgermeister Mike Schubert (l.) und Ministerpräsident umrissen am Dienstag den Rahmen des 30. Tages der deutschen Einheit 2020 in Potsdam. Quelle: Rainer Schüler

Der Oberbürgermeister machte klar, dass es „kein Stadtwerkefest“ wird mit kostenlosen Pop- und Klassikkonzerten: „Es wird ein Innenstadtfest zwischen Lustgarten, Landtag und Freundschaftsinsel.“ Dazu zählen ein ökumenischer Gottesdienst, ein Festakt, der Eintrag ins Goldene Buch der Landeshauptstadt und ein Empfang des Bundespräsidenten. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Landes und der Landeshauptstadt soll ab sofort die Feier organisieren.

Beide Politiker bescheinigten der Stadt eine beispielhafte Entwicklung, benannten aber auch Probleme, die mit dem andauernden Wachstum verbunden sind. Vor allem der Wohnungsbau und der Verkehr machen Sorgen. Ausreichend bezahlbarer Wohnraum sowie ein zuverlässiger öffentlicher Nahverkehr sind in Woidkes Augen „Voraussetzungen, damit Potsdam auch für die Zukunft gut gewappnet ist. Ein behutsames Wachstum ist der richtige Weg für Potsdam“, mahnte er zu Augenmaß. Das Land sei bereit, Flächen für den Wohnungsbau zu erschließen, indem es Grundstücke tauscht, der Stadt kostenfrei zur Verfügung stellt oder die Bewirtschaftung übernimmt.

Die Landeshauptstadt hat mit mehreren Partnern und gefördert durch das Land eine Offensive im Sozialwohnungsbau gestartet. Aktuell befinden sich etwa 870 durch die Wohnraumförderung des Landes unterstützte Wohnungen im Bau (Neubau und Bestandssanierung bei Grundrissänderung). Dafür hat das Land rund 81,4 Millionen Euro bereitgestellt. Räumliche Schwerpunkte sind Drewitz, Bornstedt, die südliche Innenstadt, Potsdam West und die Waldstadt II. Um auch für Studenten bezahlbaren Wohnraum anzubieten, unterstützt das Land den Bau eines Wohnheims auf dem Campus der Universität Potsdam in Golm mit 12,9 Millionen Euro. Ab Wintersemester 2019/20 können dort 308 Studierende wohnen.

Von Rainer Schüler

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