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Potsdam Kalt und lecker: Der Potsdamer Eisdielen-Test
Lokales Potsdam Kalt und lecker: Der Potsdamer Eisdielen-Test
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10:58 28.06.2019
Einfach lecker! Quelle: Fredrik Von Erichsen/dpa
Potsdam

Im vorigen Jahr hatte die MAZ via Facebook ihre Leser aufgefordert, über Potsdams Eisdielen abzustimmen. Bei den Top Ten haben unsere Reporter jetzt wieder reingeschaut und testweise geschleckt. Sie alle wurden in den folgenden fünf Kategorien getestet: Preis, Auswahl der Eissorten, Ambiente und natürlich Geschmack.

Probiert wurde immer mindestens eine klassische Eissorte. Dazu wurden die außergewöhnlichsten Sorten der jeweiligen Eisdiele getestet – unter der Annahme, dass diese Sorten dort besonders gut schmecken. Nicht mehr mit dabei ist die inzwischen geschlossene Eisdiele „Vanille Marille“. Neu im Test: die neu eröffnete Eiszauberei in Babelsberg und der Mini-Softeis-Laden auf der Brandenburger. Hier sind unsere Ergebnisse:

Janny’s

Janny's in der Karl-Liebknecht-Straße. Quelle: Ansgar Nehls

Adresse: Karl-Liebknechtstr. 10, Babelsberg

Preise: 1,20 Euro. Eisbecher ab 6,20 Euro.

Auswahl: Neben den üblichen Sorten gibt es durchaus einige Besonderheiten. Banana Dream hat Schokostückchen, Crunchy Macadamia gibt es auch nicht überall. Dazu einige Sorbets.

Ambiente: Die Einrichtung bleibt trotz der bunten Farben etwas blass und lieblos. Wer hinguckt, erkennt recht schnell, dass Janny’s ein Franchise-Unternehmen und die einzelne Eisdiele eine Filiale ist. Das muss nichts Schlechtes sein. Ein Pluspunkt für das Ambiente gibt es deswegen trotzdem nicht.

Geschmack: Es fällt auf, dass viele Sorten sehr fettig sind – eine Kugel Crunchy Macadamia ist so fast eine eigene Mahlzeit. Das Mango-Sorbet aber schmeckt gut und kann durchaus weiterempfohlen werden.

Fazit: 5 von 10 Eistüten

***

Fantasia del Gelato im Stern-Center

Fantasia del Gelato im Stern-Center. Quelle: Ansgar Nehls

Preise: 1,30 Euro für eine Kugel, Eisbecher ab etwa sieben Euro.

Auswahl: Die Auswahl ist für eine reine Eisdiele recht überschaubar. Vor allem bei den Milcheis-Sorten gibt es aber einige Exoten. Baccio zum Beispiel ist eine Schoko-Nuss-Variante.

Ambiente: Wer bei hochsommerlichen Temperaturen im Stern-Center einkaufen geht, freut sich über die Eisdiele. Alleine wegen des Ambientes kommt aber wohl niemand. Pluspunkte gibt es für die schön angerichteten Eisbehältnisse.

Geschmack: Das Himbeer-Eis schmeckt fast vollständig nach Supermarkt-Joghurt. Baccio und vor allem das Schokoladeneis sind dagegen ausgesprochen lecker – aber auch relativ schwer.

Fazit: 6 von 10 Eistüten

***

Lindencafé

Lindencafé in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Quelle: Ansgar Nehls

Adresse: Rudolf-Breitscheid-Straße 47, Babelsberg

Preise: ein Euro pro Kugel. Eisbecher ab 6,90 Euro.

Auswahl: Die Auswahl ist begrenzt, sieben Sorten gibt es in der Regel. Es sind die Klassiker. Dafür gibt es viele Eisbecher.

Ambiente: Das Café ist für Menschen, die ihr Eis lieber sitzend essen sehr gut geeignet. Bei Sommerwetter sind die Türen nach draußen geöffnet. Es gibt reichlich Sitzplätze um sich mit Freunden auf ein Eis zu treffen.

 Geschmack: Das Eis ist im Gegensatz zu einigen anderen regulären Cafés selbst gemacht. Es ist gut, aber nicht herausragend. Das liegt auch an der beschränkten Auswahl. Alle getesteten Sorten hat man schon etliche Male probiert.

 Fazit: 6 von 10 Eistüten

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Softeis

Softeis gibt es auf der Brandenburger Straße in Potsdam. Quelle: Saskia Kirf

Adresse: Ecke Brandenburger- und Lindenstraße.

Preise: 1 bis 2 Euro.

Auswahl: Schoko-Vanille und Frucht-Vanille, dabei wechseln die Fruchtsorten alle zwei Tage (unter anderem Granatapfel, Waldmeister und Aprikose). Mehr muss bei Softeis aber auch nicht sein. Manko: Das Eis ist immer gemischt.

Ambiente: Die Schlange wird schnell bedient. Sitzplätze gibt es nicht, hier wird im Stehen genossen und dabei vielleicht noch ein nettes Wort mit der charmanten Verkäuferin gewechselt.

Geschmack: Wie früher, auch wenn ein wenig mehr Sahne sein dürfte.

Fazit: 7 von 10 Eistüten

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Eisliese

Die Eisliese in der Wollestraße. Quelle: Ansgar Nehls

Adresse: Wollestr. 18, Babelsberg

Preise: 80 Cent pro Kugel. Richtige Eisbecher gibt es nicht.

Auswahl: Die Auswahl beschränkt sich überwiegend auf reguläre Sorten. Einige ausgefallene Frucht-Sorten wie Litschi gibt es aber. Und ganz wichtig: immer wechselnde Softeis-Sorten.

Ambiente: In der Wollestraße treffen sich die Anwohner beim Eis. Verkauft wird aus einem kleinen Raum und im Prinzip aus dem Fenster heraus. Das ist rustikal, hat aber Charme. Sitzmöglichkeiten sind sehr begrenzt.

Geschmack: Litschi schmeckt etwas flach, Himbeer und Vanille sind in Ordnung, aber nichts besonders. Das Buttermilch-Sanddorn-Softeis aber ist exzellent.

Fazit: 7 von 10 Eistüten

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Eiszauberei

Die Eiszauberei in der Karl-Liebknecht-Straße. Quelle: Ansgar Nehls

Adresse: Karl-Liebknecht-Str. 125, Babelsberg

Preis: 1,30 Euro pro Kugel. Günstigster Eisbecher für 4,90 Euro, sonst ab 7 Euro.

Auswahl: Die Sorten haben ein gute Mischung aus Klassikern und Ungewöhnlichem. Es gibt Käsekuchen, Milchreis oder Minze. Einfallsreich: der Babelsberg Becher. Ein Kollege war begeistert.

Ambiente: Wer sitzen kann, kann sitzen. Es gibt genügend Plätze. Die Lage ist ruhig, der Laden geschmackvoll eingerichtet.

Geschmack: Käsekuchen mit Stückchen ist hervorragend. Preiselbeere dagegen etwas fad. Die Fruchteissorten und die Klassiker aber sind durch die Bank sehr gut.

Fazit: 7 von 10 Eistüten

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Eiscafé Venezia

Das Eiscafé Venezia im Holländischen Viertel. Quelle: MVD

Adresse: Bassinplatz, Innenstadt

Preise: 1,50 Euro. Eisbecher ab 7,80 Euro.

Auswahl: 24 verschiedene Sorten gibt es, darunter mit Sesamkrokant, Erdnuss-Karamell und Walnuss-Feige auch etwas seltenere Varianten. Dass der Italiener kein Pistazien-Eis bietet, ist dabei zu verschmerzen.

Ambiente: Auf den ersten Blick sind die Gastro-Häuschen auf dem Bassinplatz kein Hingucker. Wenn man aber erst selbst unter den Schirmen sitzt, geht der Blick sowieso auf die italienisch anmutende Peter-und-Paul-Kirche. Dazu spielt das Radio Italo-Pop und Touristen ziehen vorbei. Fast wie im Adria-Urlaub.

Geschmack: Solide, immerhin ist eine italienische Familie am Werk.

 Fazit: 8 von 10 Eistüten

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Eismatrosen

Die Eismatrosen an der Langen Brücke. Quelle: Ansgar Nehls

Adresse: Lange Brücke 6, Innenstadt

Preis: 1,30 Euro pro Kugel, Eisbecher gibt es keine.Auswahl: Die Auswahl ist reichlich und durchaus extravagant. Es gibt Banane-Weizen, Sanddorn, Weißer Pfirsich, Keks und etliche andere eher ungewöhnliche Sorten.

Ambiente: Die Lage ist kaum zu schlagen. Direkt am Hafen an der Langen Brücke kann sich mit dem Eis in der Hand an das Wasser gesetzt werden. Das hat Flair und lässt vergessen, dass sich, wer sitzen will, auf den Beton niederlassen muss. Stühle gibt es keine.

Geschmack: Die Sorten sind so ausgefallen wie geschmacklich ausgewogen. Einzig Weißer Pfirsich bleibt von den extravaganten Sorten etwas hinter den Erwartungen.

Fazit: 8 von 10 Eistüten

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Eisfrau

Die Eisfrau in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Quelle: Ansgar Nehls

Adresse: Rudolf-Breitscheid-Str. 42, Babelsberg / Geschwister-Scholl-Str. 2, Potsdam-West

Preise: 1,50 pro Kugel. Als Eisbecher gibt es nur Spaghettieis für 5,50 Euro.

Auswahl: Wer ausgefallene Sorten probieren möchte, kommt hier auf seine Kosten. Papaya-Limette, Milchreis (mit aufgestreutem Zimt und Zucker), Pekannuss oder salziges Butterkaramell – langweilig ist das Eisessen garantiert nicht.

Ambiente: Wer im Laden ein Eis bestellt, kann durch eine Glasscheibe zum Nebenraum dabei zugucken, wie die Sorten hergestellt werden. Das hat Charme. Dazu einige wenige Sitzplätze unter der Markise vor dem Laden. Die Schlange der Wartenden ist teilweise allerdings recht lang.

Geschmack: Die Sorte Milchreis ist hervorragend, Pekannuss auch. Die Frucht-Sorten sind geschmacklich wirklich gut. Es gibt kaum etwas auszusetzen.

Fazit: 9 von 10 Eistüten

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Eismanufaktur

Eismanufaktur in derBrandenburger Straße. Quelle: Saskia Kirf

Adresse: Brandenburger Straße 67, Innenstadt

Preise: Kugel 1,50 Euro, Becher ab 7,20 Euro.

Auswahl: Enorm. neben den Standardsorten gibt es zahlreiche Eigenkreationen wie Salzkaramell, Limette-Ingwer und Käsekuchen, außerdem viele allergiker- und veganerfreundliche Sorbets, die bei großer Hitze besonders erfrischen.

Ambiente: Ein Außenbereich auf dem Einkaufsboulevard und Plätze im Café laden ein, sich den Trubel um die Eismanufaktur anzusehen. Hier ist der Service auch bei voll besetzter Terrasse freundlich und schnell. Die wirklich großen Kugeln gibt’s nur zum Mitnehmen, die Schlange ist trotz sehr fixer Bedienung oft erst vier Haustüren weiter zu Ende.

Geschmack: Hier schmeckt alles. Handgemachte Qualität in allen Varianten, ob nun gewohnt oder ausgefallen.

Fazit: 10 von 10 Eistüten

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Wenn Sie noch weitere gute Eisdielen in Potsdam kennen, die unbedingt in den Test mit aufgenommen werden müssen, dann schreiben Sie uns auf der MAZ-Facebook-Seite: www.facebook.com/MAZpotsdam.

Von Ansgar Nehls

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