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Elias Trauerkarte vom mutmaßlichen Elias-Mörder
Lokales Potsdam Elias Trauerkarte vom mutmaßlichen Elias-Mörder
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16:49 13.02.2016
Trauerfeuer für Elias. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Der sechsjährige Elias war im Juli von einem Spielplatz in Potsdam verschwunden. Monatelang bangten die Menschen um das Leben des Jungen. Ende Oktober 2015 dann die traurige Nachricht: Elias wurde missbraucht und ermordet.

Ein 32-jähriger Mann gestand die Tat, während eines Polizeiverhörs im Zusammenhang mit der Entführung und Ermordung des vierjährigen Mohameds aus Berlin. Bis dahin hieß es oft, dass es keine „heiße Spur“ zu Elias gäbe. Aber möglicherweise hat die Polizei einen entscheidenden Hinweis übersehen oder falsch bewertet.

Laut eines Zeitungsberichtes soll der mutmaßliche Mörder des sechsjährigen Elias aus Potsdam nämlich bereits kurz nach der Tat eine Beileidskarte an die Mutter des Jungen geschickt haben. Als Absender habe der 32-Jährige ein Bestattungsinstitut angegeben, sein Beileid ausgedrückt und dazu einige wenige Worte („Er ist erstickt.“) geschrieben, berichten die “Potsdamer Neuesten Nachrichten“ in ihrer Samstagsausgabe.

Nach dem Bericht war die Karte wegen einer unvollständigen Adresse an den Absender zurückgegangen. Das Institut informierte demnach die Polizei, die den wahren Absender jedoch nicht ermitteln konnte.

DNA-Material auf der Karte

Der 32-Jährige aus Kaltenborn (Teltow-Fläming) war im Herbst gefasst worden, nachdem er zuvor seinem Geständnis zufolge auch den vierjährigen Flüchtlingsjungen Mohamed (4) aus Berlin entführt und ermordet hatte.

Mit einem DNA-Abgleich habe die Polizei den 32-Jährigen dann als Verfasser der Karte identifiziert.

Der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft wollte sich am Samstag unter Verweis auf laufende Ermittlungen nicht äußern.

Prozess vermutlich im Frühjahr

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Mohamed aus Berlin und Elias könnte schon in wenigen Monaten beginnen. „Ich rechne mit einer Anklage im Frühjahr“, sagte der Potsdamer Rechtsanwalt Mathias Noll Anfang Januar.

Der mutmaßliche Mörder sitzt weiter zum Schutz vor Gewalt von Mitgefangenen in einer Einzelzelle in Brandenburg an der Havel in Haft.

Von MAZonline

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