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Potsdam Neu Fahrland will eine Sporthalle
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07:56 06.12.2019
Der avisierte Standort „An der Birnenplantage. Quelle: Peter Degener
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Neu Fahrland

Neu Fahrlands Ortsvorsteherin Carmen Klockow (Bürgerbündnis) will eine Sporthalle auf dem Areal „An der Birnenplantage“ errichten lassen. Einen entsprechenden Prüfantrag hat sie im April in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt zu prüfen, ob auf dem Gelände der Sport- und Freizeitfläche ,An der Birnenplantage’ – an dem Standort, wo sich Leichtbauhallen für Geflüchtete befanden – eine Mehrzwecksporthalle mit integriertem Sanitärbereich errichtet werden kann – nicht nur der angedachte Sanitär- und Umkleideriegel für den Sportplatz.“

Hintergrund ist der Platzmangel bei Sporthallenflächen im Norden, erklärt Klockow. Außerdem fehlen Umkleidemöglichkeiten und Sanitärräume für den nahe gelegenen Fußballplatz. Weiteres Plus: Die Entlastung der Schulsportanlagen in Fahrland. „Durch eine Mehrzwecksporthalle mit integriertem Sanitärbereich könnte das Angebot an Breitensportmöglichkeiten für alle Generationen im Norden Potsdams erheblich verbessert werden“, argumentiert Klockow.

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Ortsvorsteherin Carmen Klockow (Bürgerbündnis). Quelle: Bernd Gartenschläger

Nach acht Monaten liegt nun das Ergebnis des Prüfauftrages vor. Fazit: Theoretisch wäre der Bau einer Einfeldturnhalle mit angrenzendem Sportfunktionstrakt vom Platzbedarf her möglich. Und: „Eine Sporthalle würde aus Sicht des Bereichs Familie, Freizeit und Sport den Standort unter dem Aspekt der Sportmöglichkeiten und Angebote aufwerten. Auch die ansässige Kita könnte profitieren“, heißt es in der Mitteilungsvorlage. Als Priorität sieht man aber die Errichtung eines Sportfunktionsgebäudes an, weil die Sporthalle momentan zu teuer käme. Die Entscheidung zum Bau einer Einfachhalle sei „abhängig von der Klärung der Finanzierung“. Immerhin ließe sich ein Anbau oder separate Errichtung eines Hallenteils auch nach der Errichtung von Sportfunktionsräumlichkeiten realisieren. Über die temporären Bedarfe des Schulsports in Fahrland hinaus wäre die neue Sporthalle auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Eine Auslastung – insbesondere in den Vormittagsstunden – durch Schule, Kita und Sportvereine könne „aus heutiger Sicht voraussichtlich nur teilweise gewährleistet werden“.

Zum Thema Kosten präsentiert die Verwaltung zwei Varianten. Die erste beinhaltet den Neubau eines Sportfunktionsgebäudes mit Umkleide-, Sanitärbereichen und Lagerräumen, was etwa 1 390 000 Euro kosten würde. Variante zwei ist der Neubau von Sportfunktionsräumlichkeiten und Mehrzwecksporthalle. Würde das Projekt in zwei Abschnitten in Angriff genommen, entstünden Gesamtkosten in Höhe von 3 540 000 Euro. Neben den 2,1 Millionen Euro Mehrkosten für die Errichtung würde die Einfeldhalle auch laufende Kosten für den Betrieb verursachen – dies wäre vor dem Hintergrund der bestehenden Budgetlinie nicht machbar. Der Bau des Sportfunktionsgebäudes soll hingegen in die kommende Haushaltsberatung einfließen.

Auf dem Gelände „An der Birnenplantage“ standen Flüchtlingsunterkünfte. Quelle: Rainer Schüler

Ortsvorsteherin Carmen Klockow ist nicht zufrieden mit der Auskunft der Verwaltung. Sie hält die Kosten-Aufschlüsselung für nicht plausibel. „Es wird behauptet, dass durch den zusätzlichen Bau eine Turnhalle Mehrkosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro entstünden zuzüglich Betriebskosten. Dieser Rechnung liegt die Annahme zugrunde, dass erst der Sanitärriegel gebaut und irgendwann später eine Turnhalle zusätzlich errichtet wird“, so Klockow. In ihrem Antrag sei es aber um die Prüfung der kompletten Errichtung eines einzigen Bauwerks mit Mehrzwecksporthalle und integriertem Sanitärbereich gegangen. zu errichten. „Dadurch wären die Gesamtkosten wahrscheinlich erheblich geringer als bei der jetzt vorgestellten Variante“, vermutet Ortsvorsteherin Klockow.

Von Ildiko Röd

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