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Potsdam Erste Interessenten für den Ernährungsrat
Lokales Potsdam Erste Interessenten für den Ernährungsrat
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08:04 19.03.2019
Geht es nach der CDU/ANW-Fraktion, soll ein Ernährungsrat dafür sorgen, dass in Potsdam mehr regionale Produkte auf den Tisch kommen. Quelle: Stefan Gloede
Potsdam

Die CDU/ANW-Fraktion hält an ihrer Idee, einen Ernährungsrat für Potsdam ins Leben zu rufen, fest und bringt heute Abend einen konkreter formulierten Antrag in den Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Inklusion ein. Das erste Papier dazu hatte die Fraktion im Februar aus eigenen Stücken zurückgezogen und nachgebessert.

„Inzwischen haben wir mit verschiedenen möglichen Teilnehmern Kontakt aufgenommen“, teilt der Fraktionsvorsitzende Matthias Finken mit. „Der Zuspruch sowie die Bereitschaft zur Mitarbeit sind erfreulicherweise sehr hoch. Wir haben mit diesem Antrag offensichtlich ein Thema aufgegriffen, das die Bürgerinnen und Bürger bewegt und bei dem sie sich wünschen, dass die Landeshauptstadt Potsdam und die Politik mehr Verantwortung übernehmen.“

Experten und Verbraucher gemeinsam an einem Tisch

Ernährungsräte sind Teil der Umweltbewegung. Das Modell stammt aus den USA und wird inzwischen auch in mehreren deutschen Städten, darunter Berlin, Köln und München, umgesetzt. Die Idee: Experten und Verbraucher sollen im Verbund ein lokales, soziales und ökologisches Ernährungssystem schaffen, das bis in die Schulmensa, die Kita, die Rathauskantine und das Supermarktregal hineinwirkt.

Laut Neufassung des Antrags soll der Ernährungsrat auch die Stadtverordnetenversammlung (SVV), deren Ausschüsse und die Verwaltung der Landeshauptstadt „in allen, die Ernährung der Stadt betreffenden Angelegenheiten beraten“. Während allerdings die meisten der in Deutschland agierenden Ernährungsräte frei organisiert sind, soll der Potsdamer an die Verwaltung andocken – wie etwa der Senioren- und der Behindertenbeirat. So sollen die Mitglieder des Ernährungsrats zunächst vom Oberbürgermeister vorgeschlagen und dann von der SVV auf drei Jahre berufen werden; sie sollen zudem in der SVV Rede-, aber kein Stimmrecht erhalten. Die CDU/ANW-Fraktion schlägt auch vor, den Ernährungsrat in die Obhut eines Fachbereichs der Verwaltung zu stellen. In wessen, das habe der Oberbürgermeister festzulegen.

Gespräche mit den ersten möglichen Partner

In ihrem Antrag kündigt die Fraktion außerdem an, welche möglichen Partner bereits ihr Interesse bekundet haben, im Ernährungsrat mitzuwirken. Als Beispiele führt sie unter anderem die Allgemeine Ortskrankenkasse AOK, den Brauereiverband Berlin-Brandenburg und den Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin „Pro Agro“ an.

Die AOK Nordost bestätigt, dass ein informelles Gespräch zum Ernährungsrat stattgefunden hat. Allerdings könne man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht näher zu einem möglichen Engagement äußern. Grundsätzlich stößt das Vorhaben aber auf offene Ohren: „Die AOK Nordost begrüßt regionale Initiativen, die über eine gesunde und nachhaltige Ernährung aufklären und unterstützt sie mit ihrem Know-how als Gesundheitskasse“, sagte AOK-Nordost-Sprecher Dirk Becker der MAZ.

Von Nadine Fabian

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