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Potsdam Erste Zahlen zum neuen Kunsthaus
Lokales Potsdam Erste Zahlen zum neuen Kunsthaus
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18:53 31.03.2019
Eingang zum alten Rechenzentrum. Quelle: Varvara Smirnova
Innenstadt

Der geplante Bau eines Zentrums für die Kunst- und Kreativwirtschaft an der Plantage kostet mehr als 50 Millionen Euro. Harald Kümmel, der Koordinator des Projekts im Rathaus, nannte diese Summe „plus Grundstückserwerb“ erstmals im Kulturausschuss.

Auf die Kritik der Nutzer des Rechenzentrums an den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie dazu reagierte er im Ausschuss gereizt: „Wir können niemanden zwingen, vom Rechenzentrum in das neue Quartier umzuziehen“, sagte er, verwies aber zugleich auf die „hoffentlich besseren Bedingungen“ im Neubau: „Wir kennen ja alle auch die Kritik am Rechenzentrum.“

Das alte Rechenzentrum wurde 2015 übergangsweise als Arbeitsort für Künstler und andere Kreative geöffnet. Nach aktuellem Stand läuft die Nutzungsgenehmigung Ende 2023 aus. Bis dahin soll ein erster Teil des neuen Kreativzentrums an der Plantage errichtet sein.

Die Finanzierung des Neubaus ist noch völlig unklar. Die Stadt hofft auf private Investoren. Das von den Künstlern genutzte Verwaltungsgebäude des alten Rechenzentrum soll abgerissen werden, um Baufreiheit für das Garnisonkirchenschiff zu bekommen.

Ein grundsätzlicher Kritikpunkt der Vertreter des Rechenzentrums ist, dass eine weitere Nutzung dieses Gebäudes von der Stadt ausgeschlossen wird, obwohl in ersten Gesprächen und einem gemeinsamen Szenarioworkshop aller Beteiligten „Ergebnisoffenheit“ vereinbart worden und ein Wiederaufbau des Garnisonkirchenschiffs nicht absehbar sei.

Mehrfach forderten Vertreter des Hauses in den letzten Tagen eine Öffnung des Bebauungsplans, nach der ein längerer Erhalt des Rechenzentrums möglich wäre. Die Kosten für eine längerfristige Sicherung des Rechenzentrums liegen nach früheren Angaben der Stadt zwischen 5,5 und 8,8 Millionen Euro.

Die Machbarkeitsstudie zum Kreativzentrum kommt am Mittwoch in die Stadtverordnetenversammlung und soll nach Beratung im Mai bestätigt werden.

Dass der Kulturausschuss schon vorher darüber beriet, war unüblich. Als „Fake news“ bezeichnete Kümmel eine Vorab-Meldung der MAZ, dass der Ausschuss schon vor der Erstbefassung der Stadtverordneten über die Machbarkeitsstudie abstimmen sollte: „Ich weiß nicht, wie diese ,Fake news’ in die Welt gekommen ist.“

Tatsächlich ist die Vorlage zur Machbarkeitsstudie schon für den jüngsten Kulturausschuss mit dem Vermerk „Entscheidung“ im elektronischen Rathaus-Informationssystem veröffentlicht worden. Kümmel räumte nach der Sitzung ein, dass der Fehler beim Rathaus lag. Offenkundig habe es eine technische Panne gegeben.

Von Volker Oelschläger

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