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Potsdam Erster Durchbruch zum Filmorchester
Lokales Potsdam Erster Durchbruch zum Filmorchester
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19:15 06.08.2018
Seit dem 1. August wird nahe beim Filmorchester gebaut. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Babelsberg

In den Rettungsgesprächen zum Filmorchester Babelsberg wurde am Montag offenbar ein erster Durchbruch erzielt. In einem von Staatssekretärin Ulrike Gutheil moderierten Gespräch im Kulturministerium sei dem Orchester erstmals ein finanzieller Ausgleich im Falle von Einnahmenverlusten zugesagt worden, sagte Intendant Klaus-Peter Beyer. Vorrangiges Ziel sei es, die Musikproduktion und die benachbarte Baustelle soweit wie möglich aufeinander abzustimmen.

Ministeriumssprecher Martin Sand sagte nach dem Treffen, dass „möglichst viele Zeiten außerhalb der Bauarbeiten genutzt werden“ sollten, „um Filmproduktionen zu realisieren“. Ziel sei es, „Einnahmeausfälle für das Orchester so gering wie möglich zu halten. Über die Entwicklung der Situation und wie mit etwaig verbleibenden Einnahmeausfällen umgegangen werden kann, darüber sollen die Gespräche fortgesetzt werden“.

Laut Sand verfolgten „alle Beteiligten gemeinsam das Ziel, dass die Arbeit des Filmorchesters auch während der Baumaßnahmen fortgesetzt werden kann. So soll auf den Investor zugegangen werden, um möglichst verbindliche Zeitabsprachen zu erreichen, wann Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahmen eingeschränkt werden können“.

Zur Äußerung des Intendanten, dass auch die finanzielle Situation des Orchesters insgesamt Thema der Runde war, wollte Sand sich nicht äußern. Laut Beyer wurde erstmals über eine Angleichung der Förderung des Filmorchesters an die Förderung anderer Klangkörper geredet.

Neben dem Land, von dem jährlich 1,7 Millionen Euro kommen, sieht der Intendant auch die Stadt in der Pflicht. Er rechnete vor, dass die Stadt auch finanziell von dem Filmorchester profitiere, dessen Musiker jährlich insgesamt 300 000 Euro Lohnsteuer anführten.

Rathaussprecherin Christine Homann bestätigte, das Gespräch mit Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) sei „sehr konstruktiv gelaufen“. Stadt und Land seien sich „in dem Ziel einig, dass das Filmorchester auch während der Bauarbeiten an seinem Standort arbeiten“ könne.

Wie berichtet, droht dem Orchester wegen einer Baustelle in unmittelbarer Nachbarschaft das Aus. Kurz vor dem Beginn der vorbereitenden Tiefbauarbeiten hatte der Intendant erklärt, keine Aufträge mehr annehmen zu können und das Orchester voraussichtlich im November oder Dezember auflösen zu müssen. Die Einspielung von Filmmusiken in dem für drei Millionen mit hochmoderner Technik ausgestatteten Orchesterstudio bringt dem Klangkörper rund 60 Prozent seines Umsatzes.

Von Volker Oelschläger

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