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Potsdam Erstes politisches Public Viewing
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13:26 29.05.2018
Die Jugendtheatergruppe Tarántula präsentiert am Freitag das Stück „IRRTUM – Institut für Re-Realisierung, Täuschung und Magie“. Quelle: Okev
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Potsdam/Innenstadt

In der Stadtverordnetensitzung geht es für alle drei Objekte um die Zukunft: Dem Freiland wurde zum 30. September durch die Stadtwerke der Pachtvertrag für das Gelände an der Friedrich-Engels-Straße gekündigt. Grüne, Linke und Andere sowie die SPD setzen sich in zwei separaten Anträgen für die Sicherung des Kulturzentrums ein. Ursprünglich sollte das Public Viewing deshalb im Freiland stattfinden.

Zum Terrassenrestaurant Minsk steht erneut der Antrag von Linken und Anderen in einer von den Grünen modifizierten Version auf der Tagesordnung, nach dem die Ausschreibung der Baugrundstücke am Brauhausberg mit der Maßgabe wiederholt werden soll, das in den 1970er Jahren errichtete Gebäude des Minsk zu erhalten und einer öffentlichen Nutzung zugänglich zu machen. Im Hauptausschuss wurden das Antragsbündel äußerst knapp abgelehnt.

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Das um 1970 errichtete Rechenzentrum betrifft ein Plan der Verwaltung für ein neues innerstädtisches Kreativzentrum, der am Mittwoch im Hauptausschuss erstmals diskutiert und am 6. Juni von den Stadtverordneten bestätigt werden soll.

Wie in einem gemeinsamen Szenarioworkshop vereinbart, soll die Laufzeit des 2015 als Kreativhaus freigegebenen Bürogebäudes bis Ende 2023 verlängert werden, um den Nutzern einen nahtlosen Wechsel in das neue Zentrum zu ermöglichen, das dann stehen soll.

Neben der Erhöhung des Etats für Brandschutz im Rechenzentrum um 200 000 auf 660 000 Euro sollen die Stadtverordneten den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie für 60 000 Euro freigeben.

Kritiker wie der Verein Freundliche Übernahme Rechenzentrum (FÖN) befürchten, dass mit dem Beschluss der Abriss des Rechenzentrums „besiegelt“ würde: „Abrisswahn endlich stoppen! Architektonische Zeitzeugnisse erhalten!“ war am Montag die Kernbotschaft einer Erklärung von Anita Tack, Landtagsabgeordnete der Linken und FÖN-Mitglied: „Zum Ende seiner Amtszeit sollte sich der Oberbürgermeister endlich mal entschlossen zeigen, gebaute Zeitzeugen der 1970er Jahre zu erhalten anstatt überall weiter abzureißen.“

Das von den Aktivisten im Rechenzentrum gegründete „Planungsbüro Kosmos“ lädt am Freitag um 17 Uhr zu einer ersten öffentlichen Planungswerkstatt zum neuen Kreativquartier mit dem Titel „Aus dem Szenarioworkshop in den Planungswürfel“ ein.

Um 20 Uhr ist am Freitag im Rechenzentrum die Premiere einer „interaktiven Märchenperformance“ mit der Jugendtheatergruppe „Tarántula“ des Offenen Kunstvereins, die das Publikum mit dem Stück „IRRTUM – Institut für Re-Realisierung, Täuschung und Magie“ einmal quer durchs Gebäude führt.

Von Volker Oelschläger

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