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Potsdam Potsdamer Schüler lernen mehr über Europa
Lokales Potsdam Potsdamer Schüler lernen mehr über Europa
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09:04 13.09.2019
Europaprojekttag am Helmholtz-Gymnasium Potsdam. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Heimat, Zusammenhalt, Gemeinschaft und Frieden. Fußball, Sprachen, Geld – und immer wieder der drohende Brexit. Die Zehntklässler des Potsdamer Helmholtz-Gymnasiums haben ein klares Bild von Europa im Kopf. Beim Besuch des Europamobils der in Ludwigsfelde ansässigen Stiftung Genshagen konnten sie am Donnerstag mit 20 Studenten aus zwölf europäischen Ländern mehr über die EU lernen.

Einfluss nehmen lernen

„Viele Menschen auf der Straße denken, sie hätten mit Europa überhaupt nichts zu tun“, sagt Stephen Bastos, der Projektleiter der Stiftung Genshagen. Dabei sei das politische Konstrukt so wichtig. „Europa ist viel mehr als Krise, Wirtschaft, Europa, das sind wir schließlich alle.“ Alle, das sind Rhys aus Großbritannien, Katalina aus Rumänien, Dorothee aus Deutschland, es sind Studenten aus Polen und Frankreich, aus Georgien und Portugal.

Der Projektbus „Europa Mobil“ war am Helmholtz-Gymnasium. Quelle: Friedrich Bungert

Eine von ihnen ist Alicia Langfeld. Die 21-Jährige hat eine belgische Mutter, einen deutschen Vater, in Frankreich studiert und spricht vier Sprachen fließend. „Mir ist es wichtig, die Schüler noch mehr mit der europäischen Idee vertraut zu machen, damit sie lernen, dass jeder Einzelne von ihnen Einfluss nehmen und einen Unterschied machen kann“, sagt sie.

Und trifft damit auch den Nerv von Schulleiterin Grit Steinbuch genau. „Europa ist das Wichtigste“, sagt sie. Mehrmals habe sich das Gymnasium um den Besuch des Europamobils beworben, umso glücklicher sei sie, dass es nun geklappt hat. „Wir sind eine Europaschule, das wollen wir auch leben“, sagt Grit Steinbuch und beklagt: „Leider passiert da von außen nur sehr wenig, wir kümmern uns um alles selbst.“

Workshops im Angebot

Das Schulthema mit Leben füllen – mit dem Europamobil klappt das gut. Die Studenten haben verschiedene Workshops mitgebracht, es geht um EU-Institutionen, Klimaschutz und Diversität. Die Arbeitssprache ist englisch, passend zum Thema und zur ohnehin bilingualen Helmholtz-Schule.

Workshop mit dem Team vom „Europa Mobil“ Quelle: Friedrich Bungert

Yann Hohdorf hat ein Los für das Umweltseminar gezogen. „Da habe ich mich schon viel mit befasst, aber ich kann sicher noch etwas lernen“, sagt er. Yann Hohdorf ist, genau wie seine Mitschüler, in der EU aufgewachsen, er kennt kein anderes als ein geeintes Europa. Gerade deshalb ängstigt den Jugendlichen der Brexit. „Das beschäftigt uns alle sehr“, sagt der Schüler, „es könnte zum Präzedenzfall für andere Länder werden, das macht mir Sorgen.“

Denn dass die Union der europäischen Länder ein wichtiges Projekt ist, ist für die Helmholtz-Schüler klar. „Europa bedeutet für mich, dass seit mehr als 70 Jahren Frieden ist“, sagt eine Schülerin. „Was kann denn wichtiger sein?“

Von Saskia Kirf

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