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Potsdam Ex-Babelsberg-Vorstand Götz Schulze ist tot
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17:31 01.11.2018
Universitätsprofessor Götz Schulze. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Der Jurist und Sportfunktionär Götz Schulze, zuletzt Dekan der Juristischen Fakultät an der Universität Potsdam, ist tot. Wie die Universität bestätigte, starb der 54-Jährige überraschend am Dienstag. Man sei angesichts des Todes „fassungslos“, äußerte die Sprecherin der Hochschule, Silke Engel. „Die Universitätsleitung hat davon gestern Abend erfahren“, teilte Engel am Donnerstag mit. Schulze hinterlässt eine Frau und vier Kinder.

Von Karlsruhe nach Potsdam

Der gebürtige Karlsruher, der 1997 an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg promoviert wurde, hatte nach Stationen in Mannheim und Lausanne den Lehrstuhl seit 2010 an der Universität Potsdam inne. Erst 2015 war er Dekan der Juristischen Fakultät geworden. Diese hat derzeit 2644 Studierende.

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Schulze war Lehrstuhlinhabers für Bürgerliches Recht, Europäisches Privatrecht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht und Rechtsvergleichung. Die Fakultät hat am Donnerstag eine Traueranzeige veröffentlicht. Man verliere einen „herausragenden und liebenswürdigen Kollegen“, heißt es darin. In der Tat trat der lebensfrohe Badener stets verbindlich, höflich und sachorientiert auf.

Richter am Oberlandesgericht

Am öffentlichen Leben hat sich Schulze in vielfältiger Weise beteiligt. So war er im zweiten Hauptamt Richter am Oberlandesgericht in Brandenburg/Havel und stand außerdem der Brandenburger Juristischen Gesellschaft vor. Die war 1994 unter anderem gegründet worden, um den Bürgersinn in der Stadt Brandenburg an der Havel und dem Umland wiederzuerwecken – zu ihren Veranstaltungen kommen auch viele Nicht-Juristen.

Trauer bei Babelsberg 03

Seine Sportbegeisterung brachte Schulze mit dem Fußballverein SV-Babelsberg 03 in Berührung. Dessen Vorstandsvorsitzender Archibald Horlitz äußerte am Donnerstag: „Mich hat die Nachricht, dass er schon in diesem Alter aus dem Leben gerissen wurde, extrem erschüttert.“ Der Verein sei Götz Schulze „sehr dankbar, dass er uns zunächst als Vorstands- und später als Aufsichtsratsmitglied in der schwierigen Phase der Konsolidierung nach dem Abstieg aus der dritten Liga tatkräftig unterstützt hat.“

Es sei nun geplant, dass die Babelsberger Regionalliga-Mannschaft am Samstag beim Berlin-Brandenburg-Duell gegen den BFC Dynamo mit Trauerflor auflaufen werde. Eine Schweigeminute soll es außerdem vor Anpfiff der Partie geben.

Von Ulrich Wangemann und Rüdiger Braun

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