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Potsdam Kranker Carlos hat Hilfe von Ex-GZSZ-Star
Lokales Potsdam Kranker Carlos hat Hilfe von Ex-GZSZ-Star
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07:51 29.10.2014
Susan Sideropoulos feiert im Krankenhaus mit Carlos den zweiten Geburtstag.
Susan Sideropoulos feiert im Krankenhaus mit Carlos den zweiten Geburtstag. Quelle: privat
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Potsdam

MAZ: In welchem Verhältnis stehen Sie zu Carlos und seinen Eltern?
Susan: Seine Mama, Susanne, ist einer meiner liebsten Freundinnen. Wir kennen uns schon sehr lange. Bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ haben wir uns kennengelernt. Sie war Disponentin. Wir waren sehr schnell enge Freundinnen. Dann kam die Geburt unserer Kinder, die das Verhältnis noch enger machte.

Welches Interesse haben Sie an der Aktion „Carlos und du“?
Susan: Natürlich ist in erster Linie der kleine Carlos mein Interesse. Ich liebe ihn von Herzen und die Situation bricht mir mein Herz! Das wirklich schöne an der ganzen Aktion ist allerdings, dass man durch sein eigenes persönliches Anliegen noch die Möglichkeit hat, anderen Menschen zu helfen! Und das ist ein großartiges Gefühl!

Wie haben Sie von der Diagnose erfahren und wie unterstützen Sie die Familie?
Susan: Eines späten Abends kam die schockierende Nachricht von Susi, die alles veränderte. Man kann danach unmöglich so weiter machen wie bisher. Dieses Gefühl begleitet mich überall hin. Seitdem versuche ich selbstverständlich mein Möglichstes, um Susi und die Familie zu unterstützen. Mit ständigem Kontakt, Besuchen und letztlich durch die große Kampagne!

Warum ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen an der Registrierungsaktion am 9. November teilnehmen?
Susan: Durch diese Aktion wird die DKMS, die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, ordentlich unterstützt. Dadurch, dass Spendengelder gesammelt werden und freiwillige Helfer vor Ort sind, können viele Registrierungen erreicht und finanziert werden. Damit wächst natürlich die Chance, einen passenden Spender zu finden.

Sind Sie mit dem Thema Leukämie bereits zuvor in Kontakt gekommen, haben Sie sich für die DKMS engagiert?
Susan: Ehrlich gesagt nein. Oft braucht es erst ein persönliches Schicksal, das einen dazu bewegt. Ich engagiere mich schon lange für verschiedene soziale Projekte wie Die Arche, Herzenswünsche oder Integrationsprojekte, freue mich aber sehr, jetzt einen Teil zur DKMS-Arbeit beizutragen. Es ist toll, so viele Menschen zu mobilisieren. Krankheit in der Familie ist das Schlimmste, was uns Menschen passieren kann. Wir sind oft hilflos und auf andere angewiesen. Deshalb ist es wichtig, dass jeder in irgendeiner Weise versucht, einen kleinen Teil beizutragen.

Haben Sie sich eigentlich selbst schon für eine Knochenmarkspende typisieren lassen?
Susan: Als ich von Carlos’ Erkrankung erfuhr, habe ich mich sofort bei der DKMS registrieren lassen.

Werden Sie bei der Aktion am 9.November in der Metropolishalle mit dabei  sein?
Susan: Ich bin dabei und werde die Aktion in jeglicher Form unterstützen. Ich hoffe, dass wir möglichst viele potentielle Spender für Carlos und alle andere Blutkrebspatienten gewinnen können.

Haben Sie auch Freunde und Bekannte überzeugen können, sich für eine Knochenmarkspende registrieren zu lassen?
Susan: Alle meine Freunde haben sich registrieren lassen. Ein paar waren auch schon vorher registriert.

Es wird auch Geld gebraucht, um Carlos und anderen Leukämiepatienten zu helfen. Sie kennen viele Leute, viele Leute kennen Sie – wann ziehen Sie mit dem Klingelbeutel los?
Susan: Ich versuche natürlich, die Menschen zum Spenden zu motivieren. Ein gutes Überzeugungstalent dafür habe ich.

LEBENSRETTER GESUCHT

  • Wer Carlos helfen möchte, kommt am Sonntag, 9. November, zwischen 11 und 16 Uhr in die Metropolishalle im Filmpark Babelsberg. Dort wird ein passender Knochenmarkspender für den Zweijährigen und für andere Leukämiepatienten gesucht. Spender werden kann jeder gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 55 Jahren.
  • Dringend gesucht sind auch Ärzte und anderes zur Blutabnahme befähigtes Personal sowie Freiwillige für den Papierkram. Anmeldung per E-Mail: carlos@ufa.de
  • Geldspenden sind nötig, um die Laborkosten zu bezahlen. Die DKMS hat ein Spendenkonto: Berliner Bank, IBAN DE28 1007 0848 0151 2318 17, BIC DEUTDEDB110, Verwendungszweck: VIL 030.
  • Bei einer SMS-Aktion kann man bis 15. November 5 Euro spenden. Dafür genügt eine SMS mit DKMS AKTION1 an die 8 11 90. Von den abgebuchten 5 Euro gehen 4,83 Euro an die DKMS.

Das Interview führte Nadine Fabian

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