Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Exner ist Potsdam „ans Herz gewachsen“
Lokales Potsdam Exner ist Potsdam „ans Herz gewachsen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 11.01.2018
Burkhard Exner will Oberbürgermeister von Potsdam werden.  Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

 Wie Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) am Donnerstagabend mitteilte, will er für das Amt des Oberbürgermeisters im kommenden Jahr kandidieren. Seit 2002 ist er Finanzdezernent in der Stadt. 2006 wurde er zudem zum Bürgermeister gewählt und nimmt in dieser Funktion vertretungsweise Aufgaben von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wahr. Mit ihm sprach Ildiko Röd.

Herr Exner, warum wollen Sie sich um die Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters bewerben?

In den 15 Jahren, die ich die Stadt mitgestalten durfte, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen – sie ist unglaublich spannend. Potsdam braucht weiterhin einen Oberbürgermeister, der Erfahrung und Solidität mitbringt, und strategisch an die Dinge herangeht. Und: Ich hab ein Gespür, wo die Menschen der Schuh drückt.

Zum Beispiel?

Wir haben bei der kommunalen Pro Potsdam eine eigene Mietpreisbremse eingeführt, die strenger ist als die gesetzliche. Wohnen muss weiterhin erschwinglich bleiben. Wir brauchen intelligente Verkehrskonzepte. Und es geht darum, die vielen Familien und Alleinerziehenden mit ausreichenden und qualitativ guten Kitaplätzen und Schulen zu unterstützen.

Es gibt Leute, die sagen, dass Sie zwar perfekt für die zweite Reihe sind, aber nicht das Zeug für die erste Reihe haben.

Diese Leute haben mich einfach noch nicht oft genug erlebt. Mir ist vor dem Rollenwechsel nicht bange. Ich vertrete den Oberbürgermeister seit Jahren immer wieder in der ersten Reihe – manchmal auch kurzfristig. Zudem trage ich Verantwortung als Aufsichtsratvorsitzender der Stadtwerke, der Pro Potsdam und des Verkehrsbetriebs.

Trotzdem: Als großer Entertainer gelten Sie nicht.

Viele Menschen finden die Zeiten gerade zu ernst, um Entertainern die Politik zu überlassen. Als ich 2002 herkam und feststellte, dass es ein jährliches Defizit von 25 Millionen Euro gibt, hieß es erstmal, die Ärmel hochzukrempeln und im Hintergrund anzupacken. Ich setze mich gern für Menschen und ihre Interessen ein, so unterschiedlich sie manchmal sein mögen. Das war auch der Grund, warum ich Jurist und Rechtsanwalt geworden bin, obwohl mein Vater mir den Ingenieurberuf ans Herz legte.

Kritiker bemängeln, dass Sie nicht in Potsdam wohnen.

Das ist mir bewusst. Meine Wurzeln sind im Havelland. Wir wohnen in Kladow – 1,5 Kilometer hinter der Stadtgrenze. Meinen tatsächlichen Lebensmittelpunkt habe ich schon durch meine Arbeit seit Jahren in Potsdam. Wenn ich nominiert werde, werde ich umziehen.

Lesen Sie auch:

Burkhard Exner will Potsdams OB werden

Von Ildiko Röd (Interview)

Potsdam Zweiter Verhandlungstag am Landgericht Potsdam - Gift im Baby-Brei: Verzweifelte Retter am Tatort

Am Landgericht Potsdam haben am zweiten Verhandlungstag im Prozess gegen den Mann, der seinen anderthalbjährigen Ziehsohn vergiftet haben soll, Sanitäter, Polizisten und der Notarzt ausgesagt. Demnach haben nicht nur sie versucht, das Leben des Jungen zu retten. Auch der Angeklagte soll sich bemüht haben, das Kind zu reanimieren. Doch Ricardo H. schweigt.

20.10.2017

Heute dreht es sich in Potsdam um Teigkneten, eine Kita-Eröffnung, eine Ausstellung, einen Wunschbaum, Fische, das Recht auf Menschenwürde und nützliche Tipps für Eltern und Großeltern. Am Ende des Tages wollen Vampire unser Blut und der Tag mündet in Wahnsinn und Melancholie – zumindest für die, die Eintrittskarten bekommen haben.

20.10.2017

Bei der SPD gibt es den ersten Bewerber für die Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl 2018: Bürgermeister und Kämmerer Burkhard Exner wird am Freitag gegenüber seiner Partei offiziell sein Interesse an dem Spitzenjob im Potsdamer Rathaus erklären.

02.03.2018