Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Zu trocken in Brandenburg: Pilzsammler haben wenig Glück
Lokales Potsdam Zu trocken in Brandenburg: Pilzsammler haben wenig Glück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:30 09.09.2019
Drei Steinpilze wachsen eng beieinander (Symbolbild). Quelle: Patrick Pleul/zb/dpa
Potsdam

Für Pilzsammler in Brandenburg hat sich der Gang in den Wald nach Einschätzung eines Experten in diesem Jahr noch nicht gelohnt. Den Pilzen war es zu trocken, wie der Vorsitzende des Brandenburgischen Landesverbandes der Pilzsachverständigen, Wolfgang Bivour, erklärte. „Es sollte feucht sein, dann könnte es noch was werden.“

Er sei verhalten optimistisch, dass Ende September noch ein paar Steinpilze oder Pfifferlinge aus dem Boden sprießen, sagte Bivour. Dafür reichten die aktuellen Regenfälle aber nicht aus, die sofort wieder verdunsteten. Pilze bräuchten dauerhafte Feuchtigkeit, wie es im Herbst durch Tau und Nebel oft der Fall sei.

Viele Notrufe trotz des schlechten Pilzjahres

2018 war seinen Angaben zufolge auch nicht „berauschend“ für Pilzsammler. Im Oktober habe es „ein bisschen was“ gegeben, aber doch verhältnismäßig wenig. In manchen Waldstücken hätten Sammler Anfang November jedoch noch einige Maronen-Röhrlinge finden können.

Beim Giftnotruf der Berliner Charité gingen trotz des schlechten Pilzjahres bereits durchschnittlich viele Notrufe wegen vermeintlicher Pilzvergiftungen ein. Von April bis Ende August waren es 226, im Vorjahreszeitraum gut 100 weniger. Im Superpilzjahr 2017 gab es deutlich mehr Anrufe, wie die Leiterin des Giftnotrufs, Daniela Acquarone, erklärte. Knapp ein Drittel der Anrufe stammen dabei aus Berlin und Brandenburg, die anderen aus dem restlichen Bundesgebiet.

15 Anrufe – mehr als sonst

Auch der Landesverband der Pilzsachverständigen bietet Pilzberatung an. Oft melden sich Eltern, wenn ihre Kinder im Park vielleicht einen unbekannten Pilz gegessen haben könnten, wie Bivour sagte. Die Experten seines Verbands könnten dann oft zumindest ausschließen, dass es sich um einen Giftpilz handelt. Etwa 15 Anrufe habe er in diesem Jahr schon bekommen - mehr als sonst. Der Verband sucht nach weiteren Fachkundigen, die solche kostenlosen Pilzberatungen anbieten, auch in Sprechstunden oder auf Wochenmärkten.

Von RND/dpa

In unserer jüngsten Reihe überraschen wir mit einem genormten Fragebogen alle 56 Stadtverordneten, um ihnen etwas Privates zu entlocken. Heute: Andreas Menzel (BVB/Freie Wähler).

08.09.2019
Heinrich-Mann-Allee - Eine von drei Baumreihen soll fallen

Um Autos und Straßenbahnen in der Heinrich-Mann-Allee voneinander zu trennen, ist ein Drittel des Baumbestands gefährdet. Die Stadt verteidigt die Pläne zugunsten der Straßenbahn.

08.09.2019

Erstmals fand der „Geben-und-Nehmen“-Markt am Stern statt – doch auf dem Johannes-Kepler-Platz wurde nicht nur getauscht.

08.09.2019