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Potsdam Fahrraddemo zum Autogipfel: „Potsdam Autofrei“ fordert Mobilitätsprämie
Lokales Potsdam Fahrraddemo zum Autogipfel: „Potsdam Autofrei“ fordert Mobilitätsprämie
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16:16 30.05.2020
Die Fahrraddemo führt aus Potsdam am Motel Avus vorbei nach Berlin. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Am Dienstagmittag verdrängt das Aktionsbündnis „Potsdam Autofrei“ mit einer Fahrraddemonstration Autofahrer von der Avus. Mit der Fahrt aus Potsdam zum Autogipfel im Bundeskanzleramt fordert das Bündnis die Abschaffung von Neukaufprämien für Autos aller Art sowie die Einführung einer Mobilitätsprämie für Fahrräder und den öffentlichen Verkehr.

Die geplante finanzielle Unterstützung der Bundesregierung für die durch die Corona-Krise geschwächte Autoindustrie steht schon länger in der Kritik. Für Potsdam Autofrei“ ist der Autogipfel ein „klares Signal für ein Weiter so“ in einer „autozentrierten Verkehrspolitik“. In der Pressemitteilung von „Potsdam Autofrei“ heißt es: „Rückständige Wirtschaftssektoren wie Auto- und Flugindustrie haben keine Zukunft und dürfen deshalb vom Staat nicht künstlich am Leben gehalten werden.“

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Nachhaltige Mobilität unterstützen

Der Lösungsvorschlag: eine Mobilitätsprämie für alle. „Eine Prämie für alle dient der Anschaffung von Fahrrädern, Lastenrädern, E-Bikes, ÖPNV-Tickets, der Bahncard, oder Bahnfahrten allgemein. Eine Mobilitätsprämie für alle unterstützt somit die nachhaltige Mobilität auf sozial gerechte und klimafreundliche Art“, heißt es in der Mitteilung. Damit schließt sich das Bündnis den Forderungen des Verkehrsclubs Deutschland an.

Mit der Fahrt über die Avus, will das Aktionsbündnis „Potsdam Autofrei“ am Dienstag das „wichtigste Symbol des deutschen Autolobbyismus“ für sich beanspruchen. Beim Autogipfel selbst, würden nämlich keine Umweltverbände oder Verbraucherschützer angehört.

Startschuss an der Glienicker Brücke

Das Bündnis sieht in Autobahnen „eine Exklusivität, die ihres Gleichen sucht“, weil dort nur motorisierte Fahrzeuge mit einer Mindestleistung fahren dürfen, die aber gesundheits- und umweltschädlich seien. „Wir nehmen uns den Raum, der sonst nur den motormächtigen Verkehrsteilnehmerinnen zugestanden wird. Für diese eine Stunde gehört die Autobahn uns“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Treffpunkt zur Fahrraddemo ist um 10 Uhr an der Glienicker Brücke in Potsdam. Um 11 Uhr wird es eine kurze Zwischenkundgebung am S-Bahnhof Wannsee geben. Das Bundeskanzleramt in Berlin will die Fahrraddemo um 12 Uhr erreichen.

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Von MAZonline/jru