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Potsdam Fête de la Musique wird kleiner
Lokales Potsdam Fête de la Musique wird kleiner
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21:35 29.03.2019
Auftritt der Klangfischer zur Fête de la Musique 2018 in Potsdam. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Die Fête de la Musique zur Mittsommernacht wird in diesem Jahr voraussichtlich in einer „Rumpfvariante“ stattfinden. Das haben Raiko Moeller und Ulrike Oehmichen vom Verein „Kulturtänzer“ am Freitag gegenüber MAZ bekannt gegeben. Grund seien Finanzierungsprobleme.

Der Verein ist seit 2009 Ausrichter des Festivals in Potsdam. Von 30.000 Euro, die für 2019 bei der Stadt beantragt wurden, seien nur 20.000 Euro bewilligt worden. Mit dieser Förderung allein sei die Fête „nicht durchführbar“.

Die Veranstalter hoffen allerdings noch auf Drittmittel. Die Pro Potsdam habe am Mittwoch eine Sponsoring-Unterstützung von 5950 Euro zugesagt, weitere Anträge seien bei der Sparkasse und den Stadtwerken gestellt.

Am Vorabend hatten Oehmichen und Moeller den Kulturausschuss informiert. In der Sitzung forderten sie eine auskömmliche Finanzierung in voller Höhe sowie eine verbindliche Förderung über mehrere Jahre.

Oehmichen sprach im Ausschuss von einem erheblichen Aufwand: „In der organisatorischen Dimension landen wir zwischen ,Stadt für eine Nacht’ und ,Musikfestspielen’.“

Das 24-Stunden-Festival in der Schiffbauergasse wird von der Stadt in diesem Jahr mit rund 240.000 Euro gefördert. Der Etat der Musikfestspiele liege bei insgesamt 1,25 Millionen Euro, davon entfielen anteilig auf die Landeshauptstadt 485.750 Euro, so Rathaussprecherin Christine Homann am Freitag auf MAZ-Nachfrage.

Beide Festivals seien „kaum mit der Fête de la Musique vergleichbar“, sagte die Sprecherin: „Inhalt und Struktur differieren sehr stark, daher stellt sich auch die Finanzierung anders dar.“

Kulturdezernentin Noosha Aubel (parteilos) verteidigte im Kulturausschuss die Entscheidung der Förderjury: „Grundsätzlich“ stehe die Frage, „müssen die 30.000 Euro sein?“ In der Stadt gebe es weitere Festivals, deren Anträge von der Jury „nicht in vollem Umfang bestätigt“ worden seien.

Moeller und Oehmichen bekräftigten am Freitag: „Definitiv bedarf es zukünftig einer vollumfänglichen Förderung in der diesjährig beantragten Höhe, um die Veranstaltung weiterhin umsetzen zu können.“

Die Stadt gehe für dieses Jahr zunächst „davon aus, dass die Fête de la Musique wie vom Veranstalter angekündigt am 21. Juni stattfinden wird“, sagte Rathaussprecherin Homann: „Möglicherweise erfolgen Modifikationen des Konzepts, entsprechend der veränderten Rahmenbedingungen, falls die Gesamtfinanzierung von 30.000 Euro nicht in Gänze gewährleistet werden kann.“

Laut Moeller und Oehmichen soll bei fehlenden Finanzen zunächst auf die geförderten Bühnen verzichtet werden, die vor allem Nachwuchsmusikern und großen Bands ein Forum bieten.

Die Fête de la Musique wird in Potsdam seit 2004 gefeiert. Damals wurden in der Stadt 14 Bühnen geöffnet. Das Programm des weltweit in mehr als 1500 Städten stattfindenden Festivals ist für die Besucher kostenlos. Sogenannte Bühnenpartner stellen die Auftrittsorte unentgeltlich zur Verfügung, die Musiker verzichten aufs Honorar.

2018 beteiligten sich in Potsdam 130 Musikformationen, laut Moeller kamen mehr als 20.000 Besucher. Mit fast 50 Bühnen sei die Fête de la Musique in Potsdam die zweitgrößte Veranstaltung zur Mittsommernacht in Deutschland nach Berlin.

Bundesweit werde die Fête de la Musique in rund 50 Städten gefeiert. Für die nächste Fête in Potsdam seien 170 Bewerbungen von Musikern eingegangen, dem stünden nach bisherigen Plänen 48 Bühnenpartner gegenüber.

Von Volker Oelschläger

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