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Potsdam Fête droht erneut mit Absage
Lokales Potsdam Fête droht erneut mit Absage
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01:16 31.03.2019
Auftritt von Coming Soon zur Fête de la Musique 2018 in der Innenstadt. Quelle: Foto: Friedrich Bungert
Innenstadt

Die Veranstalter der „Fête de la Musique“ drohen zum zweiten Mal in der Geschichte des Festivals zur Mittsommernacht mit einer Absage kurz vor dem Termin. Ulrike Oehmichen vom ausrichtenden Verein Kulturtänzer kritisierte am Donnerstag im Kulturausschuss scharf, dass von einer bei der Stadt beantragten Förderung in Höhe von 30.000 Euro nur 20.000 in Aussicht gestellt worden seien (Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Online-Version hieß es, die Veranstalter hätten gesagt, sie hätten Förderung „bestellt“, das weisen sie zurück).

Damit sei es „nicht möglich, das Festival durchzuführen“. Der Verein fordere eine mehrjährige Förderung in Höhe von 30.000 Euro, sonst seien die Kulturtänzer „nicht mehr in der Lage“, die Fete de la Musique durchzuführen.

Raico Moeller vom Kulturtänzer-Verein bekräftigte, dass schon Ende März die eigentliche Deadline für die Entscheidung stand. Zunächst wolle der Verein aber noch bis zur nächsten Woche warten: Dann rechneten die Kulturtänzer mit Nachricht von den Stadtwerken, bei denen ein Zuschuss beantragt worden sei. Einen positiven Bescheid über knapp 6000 Euro gebe es von der Pro Potsdam.

Die Fête de la Musique in Potsdam ist laut Oehmichen mit 50 Bühnen die zweitgrößte Veranstaltung zur Mittsommernacht in Deutschland nach Berlin. Weltweit werde die Fête in 1500 Städten und 120 Ländern, bundesweit in 50 Städten gefeiert. Im vergangenen Jahr seien in Potsdam mehr als 130 Musikformationen beteiligt gewesen, stadtweit seien rund 20.000 Besuchern gekommen.

Die Fête ist damit das weltweit größte Umsonst-und-draußen-Festival. Das Modell: die beteiligten Bands musizieren unentgeltlich, auch die sogenannten Bühnenpartner stellen die Aufführungsorte unentgeltlich zur Verfügung.

Finanzieller Aufwand entsteht laut Oehmichen hingegen bei der Organisation und Werbung. „Nach der Fête ist vor der Fête“, sagte sie im Kulturausschuss. „In der organisatorischen Dimension lande“ die Fête de la musique „zwischen der Stadt für eine Nacht“ in der Schiffbauergasse und den Musikfestspielen Sanssouci.

Aktuell rechne die Fête mit einem Etat von 33.000 Euro, 3000 Euro davon wären der Eigenanteil, der Rest müsste über Förderung kommen. Für das Festival am 21. Juni seien 170 Bewerbungen von Bands eingegangen, hinzu kämen Zusagen von 48 Bühnenpartnern.

Die erste Fête in Potsdam wurde 2004 ausgerichtet. 2008 gründeten die Beteiligten mit weiteren Aktiven den Verein Kulturtänzer, der das Festival erstmals 2009 ausgerichtet hat.

 2014 wurde das Festival erstmals kurzfristig vor dem Termin Ende April abgesagt, weil statt damals erhoffter 10.000 nur 6000 Euro als Zuschuss von der Stadt kommen sollten. Selbst die zugesagte Unterstützung durch die Musikfestspiele Sanssouci konnte die Kulturtänzer nicht mehr umstimmen.

In Potsdam wurde zur Mittsommernacht 2014 allerdings trotzdem gefeiert. Diverse Veranstaltungsorte und Kneipen in Potsdam luden zu kostenlosen Konzerten. Weil die Bezeichnung „Fête de la Musique“ namensrechtlich geschützt ist, wählten sie Fantasienamen.

So gab es im Freiland bei einem „Mêtt de la Physique“ Live-Musik und Tanz, lud der Schirrhof unter dem Motto „Faites de la Musique“ zu Live-Rock ein, hieß es im Theaterschiff ebenso wie im Fabrik-Garten „Fetz’ zu der Musik“.

2015 wurde die Fête von der Stadt mit 10.000 Euro, 2016 mit 12.000 Euro gefördert.

Von Volker Oelschläger

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