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Potsdam Unwetter: Feuerwerkersinfonie kurzfristig abgesagt
Lokales Potsdam Unwetter: Feuerwerkersinfonie kurzfristig abgesagt
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15:14 15.07.2019
Die Feuerwerkersinfonie in Potsdam musste am Samstag wegen eines Unwetters abgesagt werden. Quelle: Dirk Pagels
Bornstedter Feld

Der zweite Abend der Feuerwerkersinfonie am Samstag ist – buchstäblich – ins Wasser gefallen. Die Veranstaltung im Volkspark musste wegen eines starken Unwetters abgebrochen werden. Kurz nach 20.30 Uhr kam via Lautsprecher die Weisung an die Gäste: „Bitte verlassen Sie das Gelände.“

Geordnet verließen die Besucher inmitten des peitschen Regens das Gelände. Laut Plan hätten die Feuerwerke um 22.30 Uhr starten sollen. Bereits am Abend gab es jedoch buntes Programm auf zahlreichen Bühnen, weshalb das Volksparkgelände bereits sehr gut gefüllt war.

Kein Feuerwerk am Samstag: In Potsdam musste der zweite Teil der Feuerwerkersinfonie wegen eines Unwetters abgesagt werden.

Die Feuerwerker zeigten sich von der Absage extrem enttäuscht. „Wir haben sowohl am Donnerstag als auch am Freitag jeweils acht Stunden lang an den Vorbereitungen gearbeitet“, sagte Aleksander Wadon vom polnischen Team Nakaja Art, die bereits am Freitag gestartet waren – und sich als Tagessieger durchgesetzt hatten. Jetzt waren sie hoch gespannt, wie die Wertung des zweiten Tages ausgehen würde. Doch zum Wettbewerb kam es nicht mehr.

„Genau über uns war eine Gewitterzelle“

Auch die Promi-Jury war enttäuscht. Jury-Mitglied, Ex-Turbine-Trainer Bernd Schröder, war in Begleitung seiner Frau Ulrike gekommen. Außerdem hatte er seine guten Freunde, Kanu-Olympiasieger Jürgen Eschert und dessen Ehefrau Christiane, mitgebracht. Für Escherts war die diesjährige Feuerwerkersinfonie eine Premiere. „Es tut mir so Leid, dass alles abgebrochen werden musste. So viele Menschen und alle hatten sich so darauf gefreut.“

„Das Ganze kam sehr überraschend – genau über uns war eine Gewitterzelle“, sagte Volker Theobald, Geschäftsführer des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld, der auch in der Promi-Jury saß. „Der Abbruch kam ausreichend früh, so dass es zum Glück keine Verletzten gab.“

Einen Ersatztermin werde es nicht geben, hieß es vonseiten des Veranstalters. Es handle sich um einen Versicherungsfall. „Wir müssen prüfen, was wir an Möglichkeiten haben.“

In einer Pressemitteilung, die kurz nach der Absage am Samstagabend herausgegeben wurde, erklärte der Volkspark detailliert, wie es zum Abbruch der Veranstaltung gekommen war: „Dem Veranstalter wurde kurz vor 20 Uhr vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärt, dass in der Stadt Potsdam zwischen 20.30 und 21.30 Uhr mit Niederschlagszellen und der Möglichkeit von Gewittern zu rechnen ist. Dieses Unwetter brach dann gegen 20.45 Uhr über das Festgelände hinein.“

Die Evakuierung des Veranstaltungsgeländes, das zu diesem Zeitpunkt mit etwa 5.000 Besuchern gefüllt war, sei „zügig und ruhig“ verlaufen, heißt es weiter in der Mitteilung. „Es gab bei der Evakuierung nach Auskunft der Einsatzkräfte von Potsdamer Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz keine Verletzten.“ Die Potsdamer Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz hätten zudem die Entscheidung des Veranstalters unterstützt, das Festgelände umgehend zu evakuieren und die Veranstaltung abzubrechen. Denn: Die Gefährdung im offenen Bereich des Großen Wiesenparks im Volkspark-Gelände bei diesem Unwetter war für Personen und Aufbauten sehr hoch.

In diesem Zusammenhang dankte der Kommissarische Leiter des Volksparks, Olaf Jöllenbeck, dem Potsdamer Verkehrsbetrieb, der Polizei und dem Sicherheitsdienst auf dem Volkspark-Gelände. „Alle, die sich um die Sicherheit unserer Gäste und deren zügigen Abtransport gekümmert haben, haben vorbildlich gearbeitet.“

Enttäuscht, aber pragmatisch: Torsten Mellenthin war mit seiner Frau extra aus der Nähe von Stendal angereist. Quelle: MAZOnline

Torsten und Kerstin Mellenthin waren extra zwei Stunden aus der Nähe von Stendal angereist. Ihre Reaktion: Zuerst enttäuscht, aber dann pragmatisch. „Wir machen uns einfach so einen schönen Abend.“

Von Ildiko Röd

Mit Musik und Getöse. Der erste Abend der Feuerwerkersinfonie im Potsdamer Volkspark startete fulminant. Auch der Vorjahressieger aus Berlin war dabei. Am Samstag treten die nächsten zwei Teams an – eins aus Bayern, eins aus Brasilien.

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