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Potsdam Digitales Kino: Filmmuseum Potsdam bietet Filme online an
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Filmmuseum Potsdam bietet Filme online an

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18:26 08.01.2021
Das Filmmuseum Potsdam zeigt Rainer Simons „Farben von Tigua“ online.
Das Filmmuseum Potsdam zeigt Rainer Simons „Farben von Tigua“ online. Quelle: Filmmuseum Potsdam
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Potsdam

Das Programm des Potsdamer Filmmuseums ist bald auch auf den Heimbildschirmen abrufbar – zumindest teilweise. Ab dem 15. Januar wird das monatliche Kinoprogramm im Marstall auf der Plattform „Kino2online“ mit einem Online-Angebot ergänzt. Das teilte das Filmmuseum am Freitag mit. Zu sehen sein werden Klassiker aus dem Archiv, wie beispielsweise Stummfilme, aber auch Filme aus der Reihe „Fast verpasst“. Dabei handelt es sich um aktuelle Kinofilme, die das Filmmuseum zeigt, wenn sie aus den Programmen der regulären Kinos wieder weichen mussten.

Neben Filmen bietet „Kino2online“ auch Seitenblicke und Kommentare zu den Reihen und Themen des Programms. Das Angebot soll auch nach Ende des Lockdowns weiterhin bestehen. Somit können auch Menschen, denen der Besuch von Ausstellungen und Kinoveranstaltungen vor Ort nicht uneingeschränkt möglich ist, das Begleitprogramm des Filmmuseums verfolgen.

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Zugang für ein Jahr kostet 36 Euro

„Kino2online“ ist als Video-on-Demand-Plattform („Film auf Bestellung“) bundesweit erreichbar, das Programmangebot wechselt monatlich. Um Filme online sehen zu können, ist eine Anmeldung notwendig, die Ausleihgebühr für einen Beitrag beträgt zwischen einem und vier Euro. Kostenlose Beiträge wie Einführungen, Filmgespräche oder Trailer sollen das Angebot ergänzen. „Wir werden das Angebot stückweise scher erweitern“, sagt Filmmuseumsdirektorin Christine Handke auf Nachfrage. „Wenn Filme in Originalsprache für das Streaming verfügbar sind, können wir uns auch vorstellen, diese in unser Online-Programm zu nehmen.“ Einmal ausgeliehen, stehen die Filme 48 Stunden lang zur Verfügung.

Regelmäßige Nutzer können auch ein einjähriges Abo für einen Pauschalpreis abschließen. Es bietet Zugang zu allen Filmen online und berechtigt zum ermäßigten Eintritt an der Kinokasse im Marstall.

Filme von Christa Kožik und Rainer Simon

Die Idee für das Streamingangebot entwickelte sich laut Handke aufgrund der Corona bedingten Schließung. Ermöglicht wurde die Umsetzung durch die Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam und durch Cinemalovers. Die technische Umsetzung erfolgt durch die Potsdamer Firma Filmwerte.

Das aktuelle Angebot wird vom 15. Januar ab 10 Uhr bis 14. Februar zur Verfügung stehen und zeigt unter anderem Beiträge zu „125 Jahre Kino – Im Ladenkino“. Außerdem werden die Drehbuchautorin Christa Kožik, die gerade erst 80 geworden ist und der Regisseur Rainer Simon, der am 11. Januar seinen 80. Geburtstag feiert, mit Beiträgen bedacht. Zu sehen sind unter anderem „Die Farben von Tigua“ und „Jaduo und Boel“ von Simon sowie „Trompeten-Anton“ und „Hälfte des Lebens“ von Kožik.

Filme über Potsdamer Gebäude

Eine Filmreihe widmet sich thematisch dem „Drehort Potsdam“ und zeigt neben den Privataufnahmen aus den 1930er Jahren, auch „Sprengung einer Kirchenruine“ von Joachim Lubnau aus dem Jahr 1968, „Nachtspiele“ von Werner Bergmann aus dem Jahr 1979, „Orangerie – Marstall – Filmmuseum“ von Klaus Rümmler aus dem Jahr 1982 sowie „Schrott oder Chance – Ein Bauwerk spaltet Potsdam“ von Kristina Tschech, Elias Franke, Christian Morgenstern aus dem Jahr 2019, der sich mit der ehemaligen, bereits abgerissenen Fachhochschule auseinandersetzt.

In der Reihe „Kino gegen Rechts“ wird die Dokumentation „Spuren – Die Opfer des NSU“ gezeigt. Ein dazugehöriges Filmgespräch mit Regisseur Aysun Bademsoy wird ebenso abrufbar sein. Unter der Kategorie „Museumsfilme“ steht unter anderem Shelly Silvers Dokumentarfilm „Girls | Museum“ zur Verfügung, der erst vor wenigen Wochen seine Weltpremiere feierte.

Das vollständige Programm ist bereits jetzt auf filmmuseum-potsdam.cinemalovers.de einsehbar, wird erst aber erst am 15. Januar freigeschaltet.

Von MAZonline/sku

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