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Potsdam Filmstadt Babelsberg wird Baustelle
Lokales Potsdam Filmstadt Babelsberg wird Baustelle
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12:04 25.04.2018
Im September soll mit dem Bau des „Bürohauses am Studio“ links neben dem Haupteingang zum Filmgelände begonnen werden. Quelle: KW Development
Potsdam/Babelsberg

Nach den Wohnungen kommen die Gewerberäume. Die KW Development, die im Norden der Medienstadt mit dem Campus am Filmpark Babelsberg ein nahezu komplettes neues Wohnviertel errichtet hat, gibt nun die Fertigstellung ihrer ersten Gewerbeimmobilie auf dem Studiogelände bekannt.

Im Mai soll der Umbau des „Studio Five“ abgeschlossen sein. Im ehemaligen Foyer stehen dann auf 800 Quadratmetern auf zwei Ebenen rund 70 Arbeitsplätze für junge Kreative bereit. Der Bürotrakt mit 3000 Quadratmetern ist laut Unternehmen bereits komplett vermietet. Am Mittwoch wird in der Gründeretage des „Media Tech Lab“ die Begrüßung von sechs Jungunternehmen gefeiert, denen das Land nach einem Wettbewerb für 21 Monate Büros zur Umsetzung ihrer innovativen Ideen zur Verfügung stellt.

Klaas Heufer-Umlauf hatte am Montag die Beatsteaks zu Gast. Quelle: Christel Köster

Vor eineinhalb Jahren hat die KW Development laut Geschäftsführer Jan Kretzschmar den Kopfbau des Medienhauses Babelsberg erworben. In dem 1000 Quadratmeter großen Studio als Herzstück des Gebäudetraktes wurde früher die Talkshow „Vera am Mittag“ aufgezeichnet. Zuletzt produzierte man dort Spots mit den Toten Hosen und für den 7er BMW, sagt Kretzschmar. Seit einigen Wochen kommt aus dem Studio die Abendshow „Late Night Berlin“ mit Klaas Heufer-Umlauf, am Montagabend waren die Beatsteaks zu Gast.

Jan Kretzschmar. Quelle: Volker Oelschläger

Im September sollen gleich neben dem Haupteingang des Studiogeländes die Bagger rollen. Ende des vergangenen Jahres hat die KW Development den Parkplatz erworben. Innerhalb von eineinhalb Jahren soll dort für 20 Millionen Euro ein vier- bis fünfgeschossiges „Bürohaus am Studio“ mit mehr als 7000 Quadratmetern Mietfläche entstehen.

Ein Gründerzentrum nach dem Beispiel des nahen Guido-Seeber-Hauses sei dort aber nicht geplant, sagt Kretzschmar, der dabei auf die gute Lage und die „schöne Architektur“ mit grau-roter Klinkerfassade verwies, die sich an den historischen Ufa-Gebäuden auf dem Studiogelände orientiert.

Rathaussprecher Markus Klier bestätigte auf MAZ-Anfrage, dass Verhandlungen für ein zweites Gründerzentrum an anderer Stelle geführt würden: „Wir halten weiterhin an den Plänen für ein Guido-Seeber-Haus II fest und sind aktuell mit drei Eigentümern von potenziell geeigneten Flächen in der Medienstadt im Gespräch.“

Modell für den neuen Kostüm- und Requisitenfundus. Quelle: KW Development

Mit einem Neubau für den Kostüm- und Reqiuisitenfundus hat die KW Development in Kürze noch eine weitere Gewerbeimmobilie auf der Agenda. Baubeginn für das Gebäude südlich der Marlene-Dietrich-Halle ist laut Kretzschmar „noch in diesem Jahr“.

Der Campus am Filmpark ist mittlerweile fast komplett. Nach den elf Stadtvillen und der Kita sind auch die zwei Boardinghäuser und das Studentenwohnheim kurz vor der Übergabe. Im Pentagon genannten Gewerbeblock mit 5300 Quadratmeter Büros und 1800 Quadratmeter Ladenfläche beginnt der Innenausbau. Im Oktober soll das Gebäude inklusive Edeka-Verbrauchermarkt im Erdgeschoss eröffnet werden.

Der Bauunternehmer Jan Kretzschmar

Der Babelsberger Jan Kretzschmar (47), aufgewachsen in Potsdam-West, lernte im Bau- und Montagekombinat (BMK) Ost Baufacharbeiter mit Abitur. Studierte in den 1990er Jahren an der TU Berlin Bauingenieurswesen, arbeitete danach bei Kondor Wessels.

2012 gründete er die Bauträgergesellschaft KW Development, die seither in Berlin, Potsdam und dem Umland mehr als 2000 Wohnungen errichtet hat. Namhafte Projekte in Potsdam sind der Campus am Filmpark Babelsberg und das Brunnenviertel.

Kretzschmar ist einer von zwei Bietern am Brauhausberg, die das Terrassenrestaurant „Minsk“ erhalten wollen.

Von Volker Oelschläger

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