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Potsdam Flüchtlingsschwund auf der Reise nach Potsdam
Lokales Potsdam Flüchtlingsschwund auf der Reise nach Potsdam
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18:59 16.09.2015
Am Mittwoch kamen weitere Flüchtlinge in Potsdam an. Quelle: André Bauer
Potsdam

Potsdam hat am Dienstag rund 280 Flüchtlinge begrüßt. Am Mittwochmittag kamen weiteren Flüchtlinge in der Landeshauptstadt an. gegen 13 Uhr fuhren zwei Busse vor den ehemaligen Ministerien in der Heinrich-Mann-Allee vor.

Die Gebäude waren am Montag in kurzer Zeit als Notunterkunft hergerichtet worden.

Kurios: schon wieder scheinen nicht alle Flüchtlinge an ihrem geplanten Zielort eingetroffen zu sein. 150 Menschen wurden für Potsdam angekündigt, lediglich 63 stiegen in Schönefeld aus und wurden von dort mit Bussen in die Landeshauptstadt gebracht.

Was ist passiert?
Nach Auskunft von Innenministeriumssprecher Wolfgang Brandt sollten von Freilassing in Bayern 400 Menschen gen Norden fahren. 250 Menschen sollten in Leipzig aussteigen, 150 in Schönefeld (Dahme-Spreewald). In Schönefeld sind aber nur 63 ausgestiegen.

Brandt zufolge hat es aber im Gegensatz zu Dienstag, als vier Mal die Notbremse gezogen wurde und Menschen den Zug verließen, heute keine Zwischenfälle gegeben. "Wir wissen nicht, wo die Leute geblieben" sind, sagte Brandt.

Quasi über Nacht ist das ehemalige Potsdamer Ministeriumsgelände in der Heinrich-Mann-Allee als Asylunterkunft hergerichtet worden. Am Dienstag, 15. September 2015, kamen die ersten Flüchtlinge an. Wir haben uns auf dem Gelände und in den Gebäuden umgesehen.

Zur Begrüßung und Versorgung der Flüchtlinge werden weiter Helfer und Spenden gesucht. Vor allem Menschen mit Sprachkenntnissen in Arabisch, Kurdisch und Farsi werden dringend gebraucht. Aber auch Menschen, die sich mit den Kindern beschäftigen bzw Beschäftigungsangebote bieten.

Was jedoch nicht mehr gebraucht wird sind Frauen- und Kinderbekleidung. Unsere Lagerkapazitäten reichen nicht aus, twittern die freiwilligen helfer am Mittwochvormittag.

Wer und was gebraucht wird: Seite der "Refugees Hilfe Potsdam" >

Wie lange die Menschen in Potsdam bleiben bzw. wie lange der Standort als Außenstelle der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt dienen wird, ist bisher nicht abzusehen. Man sei momentan auf jeden Platz angewiesen. Gerade im Hinblick auf den Winter, sage Ingo Decker, Sprecher des Brandenburger Innenministeriums gegenüber MAZonline.

Was man als Flüchtlingshelfer beachten muss >

Aktuelle Meldungen der "Refugees Hilfe Potsdam" auf Twitter >

MAZ-Sonderseite zu Flüchtlingen in Brandenburg >

Es geht voran in Potsdam: Heute hat Oberbürgermeister Jann Jakobs gleich zwei erfreuliche Termine zu absolvieren. Erst eröffnet er den Handwerker- und Gewerbehof Babelsberg, dann nimmt er an der Grundsteinlegung für die Stadtvillen am Filmpark teil. Wer nicht nur reden, sondern etwas tun will, kann sich am Brandenburger Tor über ehrenamtliche Arbeit in Potsdam informieren.

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