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Potsdam Fördergeld bleibt für das Tierheim reserviert
Lokales Potsdam Fördergeld bleibt für das Tierheim reserviert
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09:57 23.11.2019
Das Haus 5 links neben dem Haupteingang ist fast fertiggestellt. Quelle: Foto: Friedrich Bungert
Forst Potsdam

Das Rathaus überträgt die für den Tierheimneubau bereitgestellten Fördermittel ins nächste Haushaltsjahr. Das hat Rathaussprecherin Juliane Güldner auf MAZ-Anfrage bekannt gegeben. Wie berichtet, stehen auf Stadtverordnetenbeschluss 150.000 Euro als Anschubfinanzierung bereit, die vom Tierschutzverein Potsdam wegen des offenbar schwierigen Antragsprozederes bisher nicht abgerufen werden konnten.

In einer Rundmail hatte der Verein die Stadtverordnetenfraktionen vor wenigen Tagen darüber informiert, dass im Oktober erneut ein Antrag auf Zuwendung der Mittel abgelehnt worden sei. Nach Kenntnis des Vereins müsse der Antrag noch im laufenden Haushaltsjahr gestellt werden, um das Geld abrufen zu können. Rathaussprecherin Güldner teilte auf Anfrage mit: „Ein Verfall der für die Anschubfinanzierung vorgesehenen Mittel droht nicht, da diese Mittel durch die Verwaltung aus dem Haushalt 2018/2019 in den Haushalt 2020/2021 übertragen werden.“ Damit stünden diese Mittel auch über 2019 hinaus zur Verfügung.

Über die Sicherung einer weiteren Summe von gut 130 000 Euro sollen im Dezember die Stadtverordneten entscheiden. Dabei geht es um Spendenmittel für den Tierschutz, die von der Stadt bereits seit Jahren für den Tierheimneubau zurückgehalten werden.

Laut Rathaus-Vorlage sollen die Stadtverordneten beschließen, dass auch diese Mittel zunächst für weitere zwei Jahre bis Ende 2021 zweckgebunden für den Bau des Tierheims in Potsdam reserviert und durch ein Zuwendungsverfahren ausgereicht werden.

Der Tierschutzverein präzisiere derzeit seinen Zuwendungsantrag, heißt es in der Begründung. Um für diesen Prozess genügend zeitlichen Puffer zu haben, werde die Fristverlängerung der Mittelreservierung nötig.

Der zuständige Fachbereich Soziales und Gesundheit unterstütze den Verein bei der Antragstellung, sei dabei jederzeit für den Tierschutzverein ansprechbar und habe sich auf ein zügiges Erstellen des Zuwendungsbescheids und Ausreichen der Mittel eingestellt.

Wie berichtet, ist mit dem Haus 5 das erste Gebäude auf dem Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee am Abzweig Wilhelmshorst nahezu fertiggestellt.

Der Tierschutzverein, der nach eigenen Angaben bereits mehrere 100 000 Euro in die Sanierung und den tiergerechten Ausbau der Immobilie investiert hat, hatte gegenüber MAZ „bürokratische Hürden“ kritisiert, die einen Abruf der seit Längerem bereitstehenden Fördermittel bisher erschwerten.

Eine Anschubfinanzierung durch die Stadt wäre „hilfreich“ gewesen, sagte Vereinschef Günter Hein. Die Stadt reagierte auf die Kritik mit der Zusicherung, dem Verein beim Antragsprozedere entgegenzukommen.

Von Volker Oelschläger

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