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Potsdam Freizeit-Kicker bangen um ihren Fußballplatz
Lokales Potsdam Freizeit-Kicker bangen um ihren Fußballplatz
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08:16 05.05.2014
Einen schönen Sportplatz hat Groß Glienicke. Tolerante Nachbarn leider nicht.
Einen schönen Sportplatz hat Groß Glienicke. Tolerante Nachbarn leider nicht. Quelle: Christel Köster
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Nun ist es nicht so, dass Groß Glienicke keinen Sportplatz hätte: Direkt neben der Schule liegt ein moderner und mit dem Nötigen ausgestatteter Platz, der auch von den Vereinen emsig genutzt wird, vor allem von den Fußballern. Die spielen zwar nur in der Kreisklasse, aber sie machen sich mit sage und schreibe zehn Jugendmannschaften sehr um den Zusammenhalt im Ort und das Wohl der Kinder und Jugendlichen verdient. Das Problem dabei: Der Sportplatz liegt zum einen in einer Senke und zum anderen nah an Einfamilienhäusern. Das ergibt das eine Lärmbelastung, die einige Anlieger seit Jahren beklagen und nicht mehr auszuhalten gewillt sind. Beklagen darf da durchaus im Wortsinn verstanden werden: Durch mehrere Instanzen sind zwei Nachbarn gezogen, demnächst nun wird das Oberverwaltungsgericht darüber zu entscheiden haben, ob eine komplette Einstellung der Nutzung durch die Vereine erfolgen muss. Das wäre eine Katastrophe für deren Engagement, sagt Groß Glienickes Ortsvorsteher Franz Blaser (SPD), denn Trainer und Eltern weichen schon jetzt auf Sportplätze in Berlin-Kladow und Neu Fahrland aus und nehmen dafür Reisezeiten und Spritkosten in Kauf – nur, weil zwei Anwohner den Jugendlichen die Freizeit missgönnen.

Blaser bat deshalb den Ausschuss, den Bebauungsplan, der es ermöglichen würde, den ehemaligen Schießplatz zum Sportplatz umzubauen, in die Priorität eins aufzunehmen. Also in die Gruppe jener B-Pläne, die aktuell bearbeitet werden. Da die Bauverwaltung chronisch überlastet ist, wurde ein solches Prioritätensystem geschaffen. Die Folge wäre aber, dass ein anderer Plan dafür herabgestuft würde, und da sahen weder Verwaltung noch Politik eine echte Chance. Alles, was derzeit bearbeitet wird, ist wichtig und weit fortgeschritten, sagte Viola Holtkamp von der Stadtverwaltung. Das gilt offenbar auch für den Bebauungsplan Behlertstraße, den Nicolas Bauer (Die Andere) zur Rückstufung vorschlug, ebenso mit einem an der Trebbiner Straße, den Peter Lehmann (CDU) nachfragte. Das einzige, was sich als machbar erwies, war, das Groß Glienicker Vorhaben als „vorrangigen Nachrücker“ zu kennzeichnen. Sobald ein Plan fertig wird, ist der Ortsteil im Norden an der Reihe. Doch das kann noch eine Weile dauern.

Von Jan Bosschaart

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