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Potsdam Rund 2600 Teilnehmer bei Klimastreik in Potsdam: „Ich will eine schöne Zukunft“
Lokales Potsdam

"Fridays-for-Future"-Klimademo in Potsdam: Straßensperrungen in der Innenstadt

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20:45 24.09.2021
Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hat für 24. September 2021 erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen - auch in Potsdam
Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hat für 24. September 2021 erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen - auch in Potsdam Quelle: Hajo von Cölln
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Potsdam

Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hatte für den heutigen Freitag erneut zum globalen Klimastreik aufgerufen. Zwei Tage vor der Bundestagswahl waren allein in Deutschland an mehr als 400 Orten Kundgebungen und Demonstrationen geplant – auch in Potsdam.

Bis zu 1000 Teilnehmer erwarteten die Veranstalter im Vorfeld. Doch der Andrang übertraf die Erwartungen der Veranstalter: Über 2500 Menschen folgten dem Aufruf. Beginn der „Fridays-for-Future“-Demonstration war um 12 Uhr auf dem Alten Markt in der Potsdamer Innenstadt. Aufgrund des folgenden Demonstrationszuges durch die Innenstadt, kam es am Mittag kurzzeitig zu Behinderungen des Verkehrs, auch Busse und Straßenbahnen wurde ausgebremst.

Fridays for Future will Druck auf die Parteien machen

Die Aktivistinnen und Aktivisten von „Fridays for Future“ wollten mit dem Klimastreik kurz vor der Bundestagswahl den Druck auf die Parteien erhöhen, die Klimakrise ernst zu nehmen. In Berlin waren nach Angaben der Polizei 20.000 Menschen für eine Demonstration im Regierungsviertel angemeldet. Erwartet wurde auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Der Deutsche Lehrerverband warnte davor, die Schulpflicht zugunsten politischer Aktionen wie dem Klimastreik aufzuheben. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger begründete dies im „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ mit einer Gefährdung der politischen Neutralität des Staates, der für den Schulbetrieb verantwortlich sei. Es stelle sich ansonsten die Frage, für welche politischen Aktionen man schulfrei bekommen würde und für welche nicht, erklärte Meidinger. „Die Schule darf nicht zwischen ‚guten’ erlaubten und ’schlechten’ unerlaubten Aktionen unterscheiden.“

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Meidinger verwies darauf, dass auch in der Schule Zeichen gegen den Klimawandel gesetzt werden könnten - „ohne dafür den Unterricht zu schwänzen“. Als Beispiele nannte er Engagement von Kindern und Jugendlichen in schulischen Arbeitsgruppen, Aktionen im Unterricht und Schuldebatten.

Von MAZonline/ epd