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Potsdam Friedlich rocken gegen Nazis
Lokales Potsdam Friedlich rocken gegen Nazis
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12:39 30.04.2014
Am Mittwochvormittag begann der Aufbau der Bühne auf dem Luisenplatz. Quelle: MAZonline

Probleme mit Anhängern der rechten Szene hatten die Veranstalter vom alljährlichen „Rhythm against Rasicm“-Festival noch nie. „Die trauen sich da gar nicht hin“, vermutet Eberhard Podzuweit vom Förderverein für Jugendarbeit in Brandenburg. „Die Ordner machen einen guten Job, es ist immer ruhig geblieben. Die Polizei musste noch nie eingreifen. Deshalb sind mittlerweile gar keine Beamten mehr vor Ort, sie sind über die Veranstaltung informiert und können im Ernstfall schnell da sein“, sagt er.

Die kostenlosen Konzerte finden am 30. April 2014 (Mittwoch) von 17 bis 23 Uhr auf dem Luisenplatz statt. Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Jann Jakobs spielen dort fünf Bands ihre Soundtracks gegen Rechts – darunter „MC Kaki and the Popjam“, die „Smoking Thompsons“, „Hasenscheisse“, „Mega! Mega!“ und „Ratatöska“. Doch auch in diesem Jahr gibt es nicht nur Musik auf die Ohren: An Ständen rund um den Platz informieren Partner des Festivals – etwa der DBG Jugend, der Stadtjugendring, das Aktionsbündnis Brandenburg sowie einige Parteijugenden – über Entwicklungen in der rechten Szene und klären über Aktionen gegen Rechts auf.

Die Veranstalter rechnen mit rund 4000 Besuchern. „Im vergangenen Jahr hatten wir Pech, da hat der SV Babelsberg gespielt. Dieses Jahr ist kein Fußball, da kommen hoffentlich mehr Leute.“

MAZ-INTERVIEW

DREI FRAGEN AN . . . Antonio Tumminelli, Sänger der Band Mega! Mega!

MAZ: Das erste Open Air des Jahres für euch – freut ihr euch?
Antonio Tumminelli: Da wir eine sehr ausgiebige Club-Saison hinter uns haben, freuen wir uns, wieder an der frischen Luft zu spielen. Wenn wir in Potsdam die Grillkohle riechen und uns in der Sonne die anderen Bands anschauen können, denken wir alle nur „Ja, Mann“. Man freut sich irgendwie immer tierisch auf alles. Es hat beides seine unverkennbaren Reize. Das erste Open Air des Jahres ist immer ’was Besonderes – so wird’s auch beim Rhythm Against Racism sein.
Engagiert ihr euch politisch?
Tumminelli: Politisch engagiert – im herkömmliches Sinne – sind wir nicht. Wir gehen natürlich wählen oder unterzeichnen Petitionen, die wir für wichtig halten. Allerdings gehören wir keiner Partei oder einer anderen politischen Gruppierung an. Wir unterstützen aber sehr gerne „Rock Gegen Rechts“-Aktionen. Dass wir auf dem Rhythm Against Racism spielen, freut die ganze Band sehr, insbesondere mich. Ich besitze einen italienischen Pass. Auch wenn ich glücklicherweise noch nie mit rechter Gewalt in Berührung gekommen bin, sind uns solche Anti-Rassismus-Aktionen ein besonderes Anliegen, um auf das Problem aufmerksam zu machen.
Was sind eure Pläne für den Rest des Jahres?
Tumminelli: Für dieses Jahr steht ganz groß das nächste Album auf dem Plan. Wir sind fleißig und haben auch schon ein paar Songs fertig. Im Gegenzug heißt das aber, dass die Konzerte 2014 deswegen etwas rarer werden. Man sollte also jede Gelegenheit ergreifen, uns live zu sehen. Mit Sänger Antonio Tumminelli sprach Friederike Steemann

Von Friederike Steemann

Info: Mehr Informationen unter www.rhythm-against-racism.de

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