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Potsdam Fünf Millionen für Hallen am Luftschiffhafen
Lokales Potsdam Fünf Millionen für Hallen am Luftschiffhafen
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09:14 28.01.2014
Die Leichtathletikhalle am Luftschiffhafen ist derzeit gesperrt. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

"Laut Grobkostenschätzung kommen für alle Bau- und Sanierungsleistungen an beiden Dächern insgesamt etwa 4,7 Millionen Euro zusammen. Das beinhaltet den Austausch sämtlicher Aufhängepunkte an beiden Hallendächern sowie weitere Arbeiten am Dach der Leichtathletikhalle", erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Montag. In der morgigen Stadtverordnetensitzung will die Verwaltung dazu eine Dringlichkeitsvorlage einbringen. Bereits am Montag wurden die Fraktionsvorsitzenden darüber informiert.

Bereits da zeichnete sich ab, dass die Vorlage wohl angesichts der brisanten Situation problemlos angenommen wird: Die beiden Groß-Fraktionen, die Linken und die SPD, haben schon ihre Zustimmung signalisiert.

Eile ist tatsächlich geboten: Einerseits wegen der prekären Trainingssituation für die Potsdamer Sportler. Andererseits könnte im Fall einer langfristigen Schließung von Sport- und Leichtathletikhalle der Stadt aber auch richtig finanzielles Ungemach drohen: In schlimmster Konsequenz müsste die Stadt dann nämlich eine zumindest teilweise Rückzahlung der Investitionsförderung befürchten, die seinerzeit für die Hallensanierungen geflossen ist. "Es handelte sich damals um einen zweistelligen Millionenbetrag", erklärte der Sprecher des Sportministeriums, Stephan Breiding, am Montag auf Nachfrage.

Die Auszahlung der Fördermittel ist an eine 25-jährige Zweckbindung gekoppelt; sprich: an die Nutzung als Sportstätten im Olympiastützpunkt (OSP). Sollten die Hallen über längere Zeit - ein bis zwei Jahre - ungenutzt bleiben, würde das mit der Zweckbindung kollidieren. "Dann müssten wir ein Verfahren einleiten und prüfen, ob und in welcher Höhe Investitionsmittel zurückgefordert werden", so Breiding. Dabei handle es sich allerdings um das "Worst-Case-Szenario", den schlimmsten denkbaren Fall, betonte der Ministeriumssprecher.

Aus Sicht des Landes bleiben aber immer noch entscheidende Fragen rund um die Hallensperrungen am Luftschiffhafen im vergangenen Dezember offen. Breiding: "Zu hundert Prozent können wir noch nicht nachvollziehen, warum die Schließungen sein mussten."

Wie berichtet, hatte das Land der Stadt einen Fragenkatalog zum Themenkomplex Hallenschließungen geschickt, der letzte Woche mit der Liste der beantworteten Fragen wieder zurückgeschickt wurde. Allerdings scheint es nach wie vor Erklärungslücken zu geben. Einer der unbeantworteten Punkte: "Woher der Sinneswandel kommt, dass so schnell geschlossen wurde entgegen der Gutachten 2012 und 2013", so Breiding. Dass die entdeckten Korrosionsschäden so gravierend sind, dass man gleich schließen musste, würde sich nicht erschließen.

Der Ministeriumssprecher spricht von einer "Knall-auf-Fall-Schließung". Die Frage, die man sich angesichts der Hallen-Causa nun beim Land stellt: Wenn so gravierende Probleme vorliegen - warum sind sie nicht schon vorher aufgefallen?

Wegen der Hallen-Misere steht in diesem Jahr auch viel Geld für den Olympiastützpunkt auf dem Spiel: Konkret geht es, wie berichtet, um die von Land und Bund gezahlte Trainingsstättenförderung von knapp 390 000 Euro, die der Olympiastützpunkt sonst immer bekam, um die Nutzung der Sporthallen zu bezahlen.

Nach wie vor ist unklar, ob beziehungsweise in welcher Höhe die 390 000 Euro Förderung an den Olympiastützpunkt in 2014 überhaupt ausgezahlt werden, weil die Hallen momentan ja nicht genutzt werden können. "Die Trainingsstättenförderung liegt erstmal auf Eis", bestätigt Breiding. Derzeit wird geprüft, ob die Alternativen für die Sportstätten befriedigend sind.

Von Ildiko Röd

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