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Potsdam Garnisonkirche: Gegner machen mobil
Lokales Potsdam Garnisonkirche: Gegner machen mobil
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22:00 30.01.2013
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Potsdam

Laut Sandro Szilleiweit von der Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ (BI) haben sich schon weit mehr als 200 zur Kundgebung angemeldet. Auf MAZ-Nachfrage bestätigte eine Polizeisprecherin, dass die Kundgebung für die Zeit von 17 bis 19 Uhr angemeldet wurde.

„Die Bürgerinitiative kann diesen Tag nicht verstreichen lassen, wir müssen uns in irgendeiner Form im öffentlichen Raum zeigen“, heißt es in dem Facebook-Aufruf der BI, die ihre Kundgebung bewusst auf den „Tag von Potsdam“ gelegt hat.

„Die Fans des Wiederaufbaus der Garnisonkirche wollen diesen Gedenktag zum Anlass nehmen, die bestehenden Vorbehalte gegen den Aufbau zu entkräften und den militaristischen, nationalkonservativen und faschistischen Symbolgehalt zu bestreiten“, so Szilleweit.

Die BI beruft sich in ihrem Protest unter anderem auf den Bürgerhaushalt, in dem die Forderung „Kein städtisches Geld für die Garnisonkirche“ bei den Teilnehmern weit an der Spitze lag. Außerdem hätten Stadt, Land und Kirche öffentlich erklärt, dass sie keine weiteren Gelder zur Verfügung stellen können.

Am 21. März 1933 war in der Garnisonkirche der von den Nationalsozialisten dominierte Reichstag eröffnet worden. Es kam zu dem berühmt-berüchtigten Handschlag zwischen Adolf Hitler und dem greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Der Festakt ging als „Tag von Potsdam“ in die Geschichte ein. 1968 wurde die Kriegsruine der Garnisonkirche von den DDR-Machthabern gesprengt. Eine Fördergesellschaft bemüht sich, finanzielle Mittel für den Wiederaufbau zu sammeln. ir/sti

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