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Potsdam Garnisonkirchturm soll ab Sommer 2022 nutzbar sein
Lokales Potsdam Garnisonkirchturm soll ab Sommer 2022 nutzbar sein
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18:08 15.01.2020
Der wieder aufgebaute Turm der Garnisonkirche hat inzwischen eine Höhe von 14 Metern erreicht. Foto: Varvara Smirnova Quelle: Varvara Smirnova
Potsdam

Der Turm der Garnisonkirche soll im Sommer 2022 eröffnet werden. Für die Fertigstellung des rund 40 Millionen Euro teuren Bauwerks fehlten derzeit noch knapp vier Millionen Euro. Das sagte Wieland Eschenburg vom Vorstand der Baustiftung am Mittwoch vor Journalisten. „Der Bau liegt im Plan“, das war die Kernbotschaft der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche.

Der Turm ist inzwischen auf 14 Meter gewachsen; als nächstes wird das 3. Obergeschoss geschlossen. Anhaltenden Protesten zum Trotz, und mit einer Anhörung im Ausschuss am 24. Januar im Blick, sagte Eschenburg: „Die Diskussion nimmt Fahrt auf – das ist schön.“ Man konzentriere sich auf die Errichtung des Turms, sagte Eschenburg zum jüngsten Vorschlag der CDU, auch das Kirchenschiffs äußerlich originalgetreu zu rekonstruieren. „Viele Leute können etwas zum Projekt sagen“, so Eschenburg, „aber wir sind die Bauherren und tragen die Entscheidung und die Verantwortung.“

Stufen-Patenschaften und signierte Ziegel

Zunächst wolle man die vom Bund mit 750 000 Euro geförderte Machbarkeitsstudie für den Kirchenraum abwarten, „statt Glaskugel zu lesen“. Allerdings steht diese Studie erst für 2022 im Bundeshaushalt. Da ist das eigene Spendensammeln um so wichtiger. Im vergangenen Jahr seien über eine Million Euro aus privaten Zuwendungen eingegangen, insbesondere aus dem Erwerb von Patenschaften für die Stufen und signierte Ziegel.

Besonders erinnerte Eschenburg an den verstorbenen Manfred Stolpe, der in seinem letzten Willen verfügte, dass anstelle von Kränzen der Stiftung Garnisonkirche Spenden zukommen sollten. Damit habe der Ehrenkurator gezeigt, welchen Stellenwert das Projekt in seinem Leben hatte, sagte Eschenburg.

Filmemacher Hofmann widmet sich dem Thema

Gedankt wurde den Gönnern auch beim Neujahrsempfang am Abend. Dem Gastredner Nico Hofmann, Geschäftsführer der Ufa Filmproduktion, sah man mit Erwartung entgegen, doch eine Verlautbarung, dass der Produzent beliebter Historienserien die Verfilmung der Geschichte der Garnisonkirche in Angriff nehmen würde, blieb vorab aus. „Ich kenne seine Rede nicht“, sagte Eschenbach am Nachmittag, „aber die deutsche Geschichte ist sein filmisches Thema, zudem ist er ein Mensch mit christlicher Prägung.“

Neues Repertoire des Glockenspiels

Der Einsatz der finanziellen Mittel, davon rund 8,25 Millionen Euro Bundesförderung, erfordere ständiges Abwägen von Pflicht und Kür, sagte Eschenburg. Manches Bauteil oder Schmuckelement müsse beim Hochmauern schon berücksichtigt werden, anderes könne man später anbringen. Über die Inschriften der Glocken werde nachgedacht; das Carillon werde computergesteuert unterschiedliche Melodien spielen können, um etwa ausländische Besucher zu begrüßen. Fest ins Repertoire kämen die gewohnten Melodien „Üb immer Treu und Redlichkeit“, „Lobe den Herren“ sowie neu „Gib Frieden, Herr, gib Frieden“.

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Von Gabriele Spiller

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