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Potsdam Potsdamer Garnisonkirche: Mangelt es Schubert an Gesprächsbereitschaft?
Lokales Potsdam Potsdamer Garnisonkirche: Mangelt es Schubert an Gesprächsbereitschaft?
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20:38 29.09.2019
OB Mike Schubert (SPD). Quelle: Friedrich Bungert
Innenstadt

Harsche Kritik an Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) für sein Agieren im städtischen Konflikt um den Wiederaufbau der Garnisonkirche: Der Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam hat Schubert nun in einem offenen Brief vorgeworfen, nur mit Befürwortern des Wiederaufbaus das Gespräch zu suchen. „Mit der Stiftung Garnisonkirche sowie der Fördergesellschaft stehen Sie im regelmäßigen Austausch. Auf uns sind Sie bisher nicht zugegangen“, schreiben Carsten Linke und Jörg Kwapis, auch unter Verweis auf den von Schubert vor einigen Wochen vorgestellten Kompromissvorschlag zur Garnisonkirche. Wie berichtet, sieht dieser die Errichtung einer Internationalen Jugendbegegnungsstätte am Ort des ehemaligen Kirchenschiffs vor.

Der Vorwurf: Schuberts Vorschlag sei „Scheinkompromiss“

Laut Linke und Kwapis wird dieser Vorschlag allerdings von zahlreichen Gruppen kritisch gesehen, darunter die BI „Potsdam ohne Garnisonkirche“, das Netzwerk Stadt-für-alle, die Profilgemeinde „Die Nächsten“, der Verein „Freundliche Übernahme Rechenzentrum“ (FÜR), die Kulturlobby Potsdam und der Sprecher- und Sprecherinnenrat des Rechenzentrums. Denn: „Ein Kompromiss setzt voraus, dass beide Seiten direkt in die Diskussion einbezogen werden. Nicht nur in dieser Hinsicht stellt der Vorschlag aus unserer Sicht einen Scheinkompromiss dar. Inhaltlich ist er ein Bekenntnis zum Turmprojekt sowie zur Stiftung Garnisonkirche“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Gleichzeitig unterbreiten die Verfasser des Briefes eine neue Lösung: Die Jugendbegegnungsstätte könnte im – derzeit noch nicht wiedererrichteten – Langen Stall an der Plantage entstehen. Dies könnte ein bedeutsames Zeichen sein: „Aus einem ehemaligen militaristisch geprägten Gebäude – einer Exerzierhalle – wird ein Ort der Begegnung und Kommunikation.“

Die Potsdamer Garnisonkirche mit Schiff und Turm nach dem Krieg. Quelle: MAZ/Archiv

Dies berge mehrere Vorteile: Das „völlig überteuerte und schwer umsetzbare Kreativquartier könnte an acta gelegt werden“, die Nutzer des Kunst- und Kreativhauses Rechenzentrum müssten nicht „zu extrem hohen Mietkosten umziehen und dadurch ihre Existenz gefährden“. Und: „Die Nutzung der Fläche des Kirchenschiffes könnte in der Stadtgesellschaft neu diskutiert werden und gegebenenfalls als kleinteiliger Mahn- und Gedenkort dienen, zum Beispiel als eine „Wiese der Opfervölker des preußisch-deutschen Militarismus, bepflanzt mit regionaltypischen Gehölzen aus den Opferregionen“.

Gleichzeitig richten die Wiederaufbau-Kritiker an Schubert eine Gesprächseinladung in der Zeit vom 15. bis 18. Oktober; verbunden mit der Aufforderung, die Einbringung der Vorlage zur Jugendbegegnungsstätte in die Stadtverordnetenversammlung zu verschieben.

Von Ildiko Röd

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