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Potsdam Gastronomie im Denkmal nur bedingt möglich
Lokales Potsdam Gastronomie im Denkmal nur bedingt möglich
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00:30 29.06.2019
Das Kastellanhaus am Jagdschloss Stern war eine beliebte Ausflugsgaststätte. Quelle: Bernd Gartenschläger
Am Stern

Die Schlösserstiftung sucht einen Pächter für das Kastellanhaus am Jagdschloss Stern. Das hat die Landesregierung auf Anfrage des Potsdamer Landtagsabgeordneten Steeven Bretz (CDU) mitgeteilt: „Da das Gebäude für eine museale Präsentation oder für eine Eigennutzung durch die Stiftung nicht benötigt wird, möchte die Stiftung das Gebäude an Dritte vermieten oder verpachten.“

Offen ist die potenzielle Nutzung des 1730 errichteten Hauses, in dem 1732 mit der ersten Schankgenehmigung unter Soldatenkönig Wilhelm I. die nach Angaben des Fördervereins „älteste Gaststätte Potsdams“ eröffnete.

Das Lokal war bis Anfang der 1990er Jahre in Betrieb. Auf Anfrage des Linken-Abgeordneten Hans-Jürgen Scharfenberg hatte die Regierung Mitte Mai mitgeteilt, die gastronomische Nutzung sei „eine Option“.

Gegenüber Bretz zitierte die Regierung jedoch Vorbehalte der Schlösserstiftung: Das Innere entspreche mit Deckenhöhe und Fluchtwegen nicht den gesetzlichen Anforderungen, zudem sei die für einen wirtschaftlichen Betrieb maßgebliche Zahl an Sitzplätzen gering. An- und Umbauten seien „nur eingeschränkt und unter hohem auch finanziellem Aufwand möglich“.

Die Landesregierung habe „keinen Anlass, an dieser Darstellung zu zweifeln“. Das Kastellanhaus sei „insgesamt erheblich sanierungsbedürftig“, heißt es weiter. Da sich Dach und Gebäudehülle in einem „relativ guten baulichen Zustand“ befänden, gelte es „vorerst als gesichert“.

Die Sanierungskosten werden laut Landesregierung auf 1,5 Millionen Euro geschätzt, „wobei diese letztlich vom konkreten Nutzungs- und Sanierungskonzept abhängig sein werden“. Der Jagdschloss-Förderverein schätzt den Sanierungsbedarf auf 1,5 bis zwei Millionen Euro.

Bretz nannte die Antwort „enttäuschend“. Eine Vermietung oder Verpachtung sei angesichts des hohen Sanierungsbedarfs ein „unattraktives Angebot“.

Eine gastronomische Nutzung lehne die Landesregierung „aufgrund der baulichen Beschaffenheit des Hauses obendrein ab“, so Bretz: „Es ist schwer verständlich, warum in einer ehemaligen Ausflugsgaststätte, die bis 1991 betrieben wurde, keine Bewirtung mehr möglich sein soll und das historische Kulturgut statt dessen verfällt.“

Von Volker Oelschläger

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