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Potsdam Mit Freibier gegen den Lockdown-Blues der Gastronomen
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Gastronomie in Potsdam: Dehoga-Aktion Vergiss mein nicht im Hafthorn

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16:58 01.03.2021
Auf die Zukunft! Die Hafthorn-Mitarbeiter Tino und Marnie sowie Chef Jörn Rohde haben ihre Mini-Kneipe auf der Friedrich-Ebert-Straße aufgebaut.
Auf die Zukunft! Die Hafthorn-Mitarbeiter Tino und Marnie sowie Chef Jörn Rohde haben ihre Mini-Kneipe auf der Friedrich-Ebert-Straße aufgebaut. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Noch immer hat die Gastronomie coronabedingt geschlossen – und die Angst ist groß, bei allen Plänen zu gelockerten Maßnahmen nicht beachtet zu werden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat deshalb seine Mitglieder zu kreativen Aktionen aufgerufen, um auf die Not der Branche aufmerksam zu machen.

„Vergiss mein nicht“ – Aktion im ganzen Land

Mit der Aktion „Vergiss mein nicht“ haben deshalb im ganzen Land Restaurants und Bars, Hotels und Kneipen gezeigt, dass sie noch da sind. „Wir machen uns dafür stark, dass die Gastronomie und Hotellerie nicht in Vergessenheit gerät“, schreibt das Team der Traditionskneipe Hafthorn in der Potsdamer Innenstadt. Statt in Biergarten und voller Kneipe haben sich die Mitarbeiter mit Freibier, Abstand und gedecktem Tisch auf der Friedrich-Ebert-Straße postiert, in den sozialen Medien für ihren Auftritt geworben.

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Ein Blick auf die Zahlen zeigt dabei, wie dramatisch die Situation wirklich ist. Die Gastronomie verzeichnet im Zuge der Corona-Krise im Jahr 2020 einen nie dagewesenen Umsatzeinbruch. Wie das Statistische Bundesamt Ende vergangener Woche mitteilte, setzte das Gastgewerbe 39,0 Prozent weniger um als 2019. Die allermeisten Mitarbeiter sind seit vielen Monaten in Kurzarbeit und müssen mit einem Bruchteil ihres Lohns auskommen; Trinkgelder, die sonst wichtiger Bestandteil des Einkommens sind, fallen zudem weg.

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„Umso wichtiger ist jetzt, dass die versprochenen Hilfen für alle notleidenden Unternehmen schnell, unbürokratisch und in vollem Umfang ankommen“, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Zudem drängt er auf Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen und eine konkrete Öffnungsperspektive für seine Branche. „Es ist Aufgabe der Politik, dafür Sorge zu tragen, dass unsere Betriebe keinen Tag länger als notwendig geschlossen bleiben.“ Für einen verantwortungsvollen Neustart des Gastgewerbes habe der Verband Leitlinien mit klaren Kriterien und umfangreichen Schutzmaßnahmen für Gäste, Mitarbeiter und Unternehmer vorgelegt, so eine Mitteilung der Dehoga.

Von Saskia Kirf