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Potsdam Wieder gemeinsam in den Kreißsaal: Diese Regeln gelten in Potsdam künftig bei Geburten
Lokales Potsdam Wieder gemeinsam in den Kreißsaal: Diese Regeln gelten in Potsdam künftig bei Geburten
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15:24 09.05.2020
Eine Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Geburt im Bergmann-Klinikum. Quelle: Maz
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Potsdam

Wut, Verzweiflung, Unverständnis: Die Nachricht, dass Frauen ihre Kinder in den Potsdam Krankenhäusern künftig ohne Partner zur Welt bringen müssen, löste bei Betroffenen Mitte März eine Welle der Empörung aus. Seit Freitag steht nun fest: Auch Partner dürfen wieder mit in die Kreißsäle des St- Josefs-Krankenhauses und des Bergmann-Klinikums. Weiter so wie vor der Corona-Pandemie geht es allerdings nicht. Für die Begleitung der werdenden Mütter gelten strikte Regeln.

Regelungen im St. Josefs-Krankenhaus

In einer Pressemitteilung erklärt das St. Josefs-Krankenhaus: Wer seine Partnerin in den Kreißsaal begleiten will, muss mindestens drei Wochen symptomfrei – das heißt, an keiner Atemwegsinfektion erkrankt gewesen sein. Außerdem darf man mindestens drei Wochen keinen Kontakt zu jemanden mit nachgewiesener Corona-Infektion gehabt haben.

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Während der Geburt

In den Kreißsaal des St. Josef-Krankenhauses dürfen die Partner nur unter Vollschutz, das heißt sie müssen eine Kopfbedeckung, Mund-Nasen-Schutz, Kittel und Handschuhe tragen. Stehen dürfen sie während der Geburt nur am Kopfende des Bettes, die Abstandsregeln zur Hebamme sind einzuhalten.

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Auf der Mutter-Kind-Station

Nach der Geburt dürfen die Partner Mutter und Neugeborenes für eine Stunde einmal am Tag besuchen, allerdings nur unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln und vorausgesetzt natürlich, sie sind nicht Covid-positiv oder ein Verdachtsfall.

„Mit unseren definierten Hygienestandards und der bestätigten Wirksamkeit unserer Schutzmaßnahmen in der vergangenen Woche sind wir zuversichtlich, diese Lockerungen durchführen zu können“, sagt die Ärztliche Direktorin und Chefärztin des St. Josef-Krankenhauses, Gesine Dörr.

Diese Regeln gelten im „Ernst von Bergmann“-Krankenhaus

Auch im Potsdamer Bergmann-Klinikum werden die Corona-Regeln rund um die Geburt gelockert. Pressesprecherin Damaris Hunsmann teilt mit, dass ab sofort wieder jede Schwangere durch eine symptomfreie Person im Kreißsaal begleitet werden kann. Voraussetzung sei, dass die Begleitperson in den letzten drei Wochen keinen Kontakt zu einem Corona-Erkrankten hatte und einen Corona-Schnelltest mit negativem Ergebnis erhalten hat.

Den Corona-Schnelltest erhalten die Begleitperson direkt bei Aufnahme der Schwangeren im „Ernst von Bergmann“-Klinikum. „Dieser Test erfolgt im Aufenthaltszimmer außerhalb des Kreißsaals durch unsere diensthabenden Ärzte. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses dauert es circa zwei Stunden. In dieser Zeit bitten wir die werdenden Väter, Partner oder Begleitpersonen um etwas Geduld. Denn um die Sicherheit aller Schwangeren und unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, müssen die Begleitpersonen außerhalb des Kreißsaals warten“, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag.

Kostenfreier Corona-Schnelltest für werdende Eltern

Die Kosten für den Corona-Test ist für de werdende Eltern kostenfrei. Fällt das Ergebnis für die Begleitperson negativ aus, darf sie unter Einhaltung sämtlicher Hygieneregeln bei der Geburt im Kreißsaal anwesend sein. „Zu den strikten Hygieneregeln gehören eine gründliche Händereinigung und Händedesinfektion sowie das Tragen eines vom Klinikum bereitgestellten Mund-Nasen-Schutzes“, so Pressesprecherin Damaris Hunsmann. Die Begleitpersonen muss für die Zeit der Geburt außerdem im Kreißsaal bleiben.

Auch außerhalb des Kreißsaals gelten im Bergmann-Klinikum weitere Sicherheitsregeln. So wurde die strikte Trennung der Patienten und Patientenwege erhöht. Dafür wurden Einbett-Zimmer als Standard definiert, kreuzungsfreie Wegeführungen, Schleusen sowie umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen umgesetzt. „Wir möchten den werdenden Eltern mit diesem Vorgehen eine sichere Geburt mit Begleitperson in Zeiten der Corona- Pandemie ermöglichen“, teilt das Klinikum mit.

Besucherregelung im Bergmann-Klinikum

Aktuell dürfen nach der Geburt die Väter und Partnerinnen in gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft einmal täglich für eine Stunde Mutter und Neugeborenes besuchen. Ausgenommen von der Regelung sind Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden sowie Personen mit Atemwegsinfektionen.

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Von MAZ-online/off