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Potsdam „Glückfall unserer Geschichte“: Gedenken an den Mauerfall vor 32 Jahren
Lokales Potsdam

Gedenken an den Fall der Berliner Mauer vor 32 Jahren - mit Nooke, Kruczek und Woidke

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16:33 09.11.2021
Mauergedenkstätte Griebnitzsee: Bürgerrechtler Manfred Kruczek und Maria Nooke, die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Mauergedenkstätte Griebnitzsee: Bürgerrechtler Manfred Kruczek und Maria Nooke, die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur Quelle: Julius Frick
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Potsdam

In Brandenburg ist mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen an die Opfer der antijüdischen NS-Pogrome vor 83 Jahren und an den Fall der Berliner Mauer vor 32 Jahren erinnert worden. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bezeichnete den 9. November als „zwiespältigen Schicksalstag der Deutschen“. Während der Mauerfall ein „Glanzlicht der deutschen Demokratiegeschichte“ gewesen sei, blieben die NS-Gewaltverbrechen gegen die jüdische Bevölkerung ein Schandfleck, betonte der Ministerpräsident.

Der 9. November 1989 hingegen habe gezeigt, „welche gewaltige Kraft die Sehnsucht nach Demokratie und Freiheit auslösen kann und dass eine Revolution auch friedlich verlaufen kann“, betonte Woidke: „Der Mauerfall ist und bleibt ein von den Menschen in der DDR hart erkämpfter Glücksfall unserer Geschichte.“

Auch an der Mauergedenkstätte Griebnitzsee/Stubenrauchstraße wurde an den 9. November 1989 erinnert. Die Ansprachen hielten der Bürgerrechtler Manfred Kruczek sowie Maria Nooke, die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur.

Die Massenproteste 1989 waren der Sargnagel für das SED-Regime

„Mit dem Fall der Berliner Mauer in den Abendstunden des 9. November 1989 wurde Weltgeschichte geschrieben“, erklärte Nooke. „Damit endete das unmenschliche Grenzregime zur Bundesrepublik und nach West-Berlin, das bis 1989 viele Menschenleben kostete.“. Der jahrelange Kampf der Bürgerrechtsbewegung und die Massenproteste der DDR-Bürger im Herbst 1989 für mehr Demokratie und Freiheit hätten „das SED-Regime entscheidend geschwächt und die kommunistische Herrschaft in eine tiefe Krise gestürzt“, sagte Kruczek.

Podcast über geglückte Fluchten von Ost- nach Westdeutschland

In der von Nookes Behörde herausgegebenen Podcast-Reihe „TonFall“ gibt es zwei neue Folgen zur deutschen Teilung: In „Der überwachte Himmel“ berichtet Claus Gerhard anhand neuester Quellenfunde über spannende Flug-Fluchten von Ost- nach Westdeutschland vor dem Fall der Mauer sowie über die Abwehrmaßnahmen des DDR-Sicherheitsapparates.

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Der Historiker Rainer Potratz wiederum erzählt in seinem Beitrag („Das DDR-Grenzregime und der Mauerbau 1961“) von den Veränderungen, die sich durch Grenzziehung und Mauerbau für die Städte und Gemeinden im ehemaligen Bezirk Potsdam ergaben. Brutale Zwangsaussiedlungen und die Errichtung tödlicher Grenzanlagen kommen dabei ebenso zur Sprache wie das umstrittene Grenzgängertum und die Fluchten in den Westen.

Die Folgen sind zu hören unter: https://aufarbeitung.brandenburg.de/podcast/

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