Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Einladung zum Mauergedenken am 9. November
Lokales Potsdam Einladung zum Mauergedenken am 9. November
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:33 08.11.2018
Mauergedenkstätte am Uferweg Griebnitzsee für die Toten an der Mauer. Quelle: Bernd Gartenschläger
Anzeige
Babelsberg

Das Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg lädt für Freitag, 9. November zu einem Gedenken ein. Der Vereinsvorsitzende des Forums, Manfred Kruczek, und die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Maria Nooke, werden um 13 Uhr an der Mauergedenkstätte am Griebnitzsee (Einmündung Stubenrauchstraße) eine Rede halten.

Schüler sollen Gedenkorte besuchen

„Uns ist es enorm wichtig, dass vor allem die junge Generation die Gedenkorte der Diktatur besucht, weil sie ohne Diktatur-Erfahrung aufgewachsen ist“, sagt Manfred Kruczek.

Anzeige

Demokratie dürfe nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Er fordert deshalb von der Landespolitik einen Nachweis darüber, dass alle Schüler mindestens einmal in ihrer Schulzeit eine SED- und eine NS-Gedenkstätte besucht haben.

Zwar habe die Landesregierung formuliert, dass Gedenkstättenbesuche für Schüler vorgesehen seien, doch es gebe keine Übersicht darüber, ob sie auch tatsächlich stattgefunden hätten, so Kruczek.

Zwei Anlässe zum Gedenken am 9. November

Am 9. November 1989 wurde in Berlin die Mauer geöffnet, DDR-Bürger konnten erstmals frei in den Westen gelangen. Doch der Tag gibt noch einen weiteren Anlass zum Gedenken. Am 9. November 1938 fand in Deutschland die sogenannte „Reichspogromnacht“ statt, bei der über 1000 jüdische Einrichtungen von den Nationalsozialisten zerstört wurden.

„Beide Ereignisse gehören zur deutschen Geschichte, das Tragische und das Freudige. Das wollen wir an diesem speziellen Tag ansprechen“, sagt Manfred Kruczek. Die Gedenkstätte am Griebnitzsee gilt auch den Mauertoten, die zwischen 1961 und 1989 bei Fluchtversuchen aus der DDR gestorben sind.

Von Jonas Nayda

Anzeige