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Potsdam Problematischer Weg in die Waldstadt
Lokales Potsdam Problematischer Weg in die Waldstadt
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07:32 28.03.2014
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Teltower Vorstadt / Waldstadt

Die Heinrich-Mann-Allee gönnt sich Parallelfahrbahnen und engt sich immer wieder ein. Das macht Probleme.

Fast schon paradiesisch fühlen sich Radfahrer auf der erhöhten Nebenstrecke zwischen Friedhof und Alter Brauerei: Abseits der Autoflut herrscht hier Zweirichtungsrecht. Doch das Leipziger Dreieck macht dem jäh ein Ende. Stadteinwärts weiter links zu fahren, ist verboten; Radfahrer quälen sich auf die rechte Straßenseite und vorbei an der Chaos-Ecke vor dem Hauptbahnhof, ehe sie an der Langen Brücke vor der Freundschaftsinsel wieder auf die Zwei-Richtungs-Piste schwenken, die allerdings auch arglose und langsame Fußgänger begehen. MAZ-Leser Jochen Kriegerowski hätte auf der gegenüberliegenden Hafenseite der Brücke gern einen Radweg in beide Richtungen, zur Entlastung.

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1: Wo die Heinrich-Mann-Allee am Brauhausberg vor Getränke-Hoffmann eine erhöhte Nebenfahrbahn hat, fühlen Radfahrer sich sicher. Doch an der Alten Brauerei stadteinwärts hat ihre Freude jäh ein Ende: Sie müssen im Fußgänger-Ampelbetrieb auf die andere Straßenseite und am Bahnhof vorbei zur City, bleiben aber oft auf der falschen Seite. Quelle: Rainer Schüler

Soweit stadteinwärts, doch fahren wir ein Stück zurück: Die Zwei-Richtungs-Nebenfahrbahn für Fahrräder und Autos mit Start am Brauhausberg hält es nicht lange durch. Kurz vor den Friedhöfen muss der Autoverkehr zurück auf die Haupt-Heinrich-Mann-Allee - und das übers Gleis der Straßenbahn. Radler dürfen auf eigenem Weg weiterfahren. Zwischen den Friedhöfen wird die Allee ganz eng, doch ab der Drevesstraße hat sie wieder eine parallele Straße mit Sonderrechten für die Radler.

2: Die Drevesstraße trifft auf die Heinrich-Mann-Allee; man stoppt schon an der Nebenfahrbahn, muss diese und das Tram-Gleis überwinden. Da geben viele Gas. Quelle: Rainer Schüler

"Sehr gefährlich" findet MAZ-Leser Michael Lorbeer die Mündungen der Dreves- und der Waldstraße auf die Heinrich-Mann-Allee. Der Verkehr wird hier nämlich schon vor der parallelen Straße zum Ampelstopp gezwungen und muss bei Grün sich mächtig sputen, auf die "Mann" zu kommen - und weiter noch in den Horstweg gleich gegenüber der Waldstraße. Für kaum drei Autos reicht das Grün, hat Lorbeer beobachtet. Dem Blick der Radler entgehen häufig Autos, die aus der Heinrich-Mann-Allee oder dem Horstweg in die Dreves- und die Waldstraße wollen. Und auch die Autofahrer sehen nur sehr schlecht, was da aus der parallelen Straße kommt. An beiden Knoten halten Straßenbahnen; an der Waldstraße laufen viele Schüler.

3: Ähnliche Lage am anderen Ende der Nebenpiste: Gegenüber der Waldstraße sorgt hier der Horstweg für viel querenden Verkehr der „Heinrich-Mann-Allee“. Quelle: Rainer Schüler

Für Anja Engel ist die Einfahrtkreuzung zum Waldstadt-Center kreuzgefährlich. Hier trifft sich die Saarmunder Straße mit Zum Jagenstein; die meisten wollen bloß ganz schnell zur Einkaufs-Mall. "Rechts vor links" ist da die klare Regel, für viele aber nur das Recht des Schnelleren. Ein Tram-Stopp liegt in der Nähe; viele Schüler und Kinder sind hier unterwegs.

4: Das Waldstadt-Center ist beliebt zum Einkaufen. Zwei Straßen aus dem Wohngebiet drängen hier zum Parkplatz und ein Zubringer von der Heinrich-Mann-Allee. Es gibt viele Fußgänger. Quelle: Rainer Schüler

MAZ-LESER-AKTION

WO IST ES GEFÄHRLICH AUF POTSDAMS STRAßEN?
Die Polizei hat bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik Verkehrsknotenpunkte als Unfallhäufungsstellen benannt.

  • Platz 1 belegt mit 33 aktenkundigen Zwischenfällen die Bahnhofsecke an der Langen Brücke.
  • Platz 2 war die Kreuzung Jägerallee/Reiterweg, wo es vor allem Abbiege- und Spurwechselprobleme gab, wenn man stadtauswärts in die Pappelallee abbiegen wollte.
  • Platz 3 ist die Bundesstraße 2 im Norden Potsdams, wo es zwischen Sacrow und Groß Glienicke viele Wildunfälle gibt.
  • Platz 4 belegt die Problemkreuzung Zeppelinstraße/Breite Straße. Vor allem, wer von der Zeppelinstraße zum Luisenplatz will, weiß oft nicht, welches Ampelgrün ihm gilt.

Die MAZ fragt ihre Leser: Welche Kreuzung in Potsdam oder welche Straßen halten Sie aus Ihrer persönlichen Erfahrung heraus für besonders gefährlich?
Gefragt sind Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Die Redaktion wird die gefährlichen Stellen unter die Lupe nehmen. 

Hinweise bitte an: Märkische Allgemeine Zeitung, Potsdamer Tageszeitung, Friedrich-Engels-Straße 24, 14473 Potsdam. Per E-Mail bitte an: potsdam-stadt@MAZ-online.de

Von Rainer Schüler

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