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Potsdam Gegen den Klimawandel: Potsdam wird „Smart City Modellkommune“
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Gegen den Klimawandel: Potsdam wird „Smart City Modellkommune“

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13:49 16.07.2021
Digitalisierung (Symbolbild).
Digitalisierung (Symbolbild). Quelle: Monika Skolimowska/dpa
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Potsdam

Den Klimawandel bekämpfen, die Digitalisierung voranbringen und die Bürgerbeteiligung stärken: So formuliert Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert die Ziele, welche die Stadt als „Smart City Modellkommune“ voranbringen möchte. Den entsprechenden Zuschlag hat Potsdam nun vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) erhalten, wie die Stadt am Freitag mitteilte.

Im März 2021 hatte die Stadtverordnetenversammlung eine Bewerbung der Landeshauptstadt Potsdam für die dritte Förderstaffel des BMI „Modellprojekte Smart Cities“ beschlossen, die Stadt hatte sie daraufhin eingereicht. Insgesamt hätten 94 Städte, Kreise und Gemeinden Anträge für das Programm in seiner voraussichtlich letzten Förderstaffel eingereicht, nur 28 wurden durch die Jury des BMI ausgewählt. Mithilfe der Bundesförderung könne die Landeshauptstadt nun in den nächsten fünf Jahren in die Planung und Umsetzung der beantragten Maßnahmen investieren.

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Nachhaltige Stadtentwicklungskonzepte für Potsdam

Noch klingen diese etwas abstrakt, könnten aber in der Stadt viel bewegen – besonders in Bezug auf Nachhaltigkeit. Laut Schubert sollen innovative Projekte in Gang gebracht werden und mit dem geplanten Konzept plane die Stadt „die Chancen der Digitalisierung für die Daseinsvorsorge zu nutzen, dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Beteiligungsmöglichkeiten der Potsdamerinnen und Potsdamer auszubauen.“

Zu den konkret geplanten Projekten gehöre unter anderem ein sogenanntes Potsdam Lab, „in welchem innovative Lösungen in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft entwickelt und anschließend in der Stadtgesellschaft verankert werden sollen“. Nachhaltige bauliche Konzepte, die bereits im Schlaatz ausprobiert würden, sollen auf neue Stadtgebiete wie Krampnitz und die Gesamtstadt übertragen werden.

Innerhalb eines Jahres soll eine Samart-City-Strategie erarbeitet werden

Auch das Pilotprojekt LoRaWAN der Stadtwerke Potsdam soll ausgebaut werden, wobei LoRaWAN für Long Range Wide Area Network steht. Die Technik ermögliche den Datentransport für Sensoren, Aktoren und Zählern auch dort, wo eine Vernetzung mittels des Mobilfunkstandard für volldigitale Mobilfunknetze nicht möglich ist. Zudem plane Potsdam einen Regio Hub an den Start zu bringen, um die Landeshauptstadt als Brücke zwischen Berlin und dem ländlichen Raum in Brandenburg zu etablieren und gemeinsam nachhaltige Stadt-Umland-Beziehungen zu fördern.

Ein Projektteam soll nun innerhalb eines Jahres gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten eine Smart-City-Strategie erarbeiten. Oberbürgermeister Mike Schubert will zudem im Herbst einen Digitalisierungsrat einberufen, der Impulse für die Umsetzung der Maßnahmen und Projekte gibt und die Erarbeitung der Smart-City-Strategie begleitet. „Wir haben in Potsdam so viele kreative Köpfe, die uns bei der Digitalisierung mit Ihrem Wissen unterstützen können. Ich freue mich auf die Ideen und die Dynamik, die für unsere Stadt daraus entstehen kann“, sagt er.

Von MAZonline