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22:29 28.03.2019
Die Staudenhof-Skulpturen sind auf dem Neuen Friedhof zwischengelagert. Quelle: Varvara Smirnova
Innenstadt

Trotz offenkundigen Missverständnisses bei der Abstimmung zum weiteren Umgang mit der Kunst vom Staudenhof plädiert die Verwaltung dafür, es nun dabei zu belassen und die drei Skulpturen Jürgen von Woyskis auf der Freundschaftsinsel zu platzieren.

Kulturdezernentin Noosha Aubel (parteilos) sagte am Donnerstagabend im Kulturausschuss, zwar habe sie „im Nachgang der Beschlussfassung die Information erreicht, dass dem einen oder anderen nicht bewusst war, was da beschlossen worden ist“. Dennoch würde die Verwaltung vorschlagen, den Beschlusss umzusetzen. „denn das war ein eindeutiges Votum“.

Wie berichtet, hatte eine bürgerliche Mehrheit in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die drei Skulpturen „Sitzendes Mädchen“, „Pflanzenturm“ und „Stehende unter Baldachin“ auf der Freundschaftsinsel zu platzieren.

Nach der Abstimmung stellte sich heraus, dass viele der Stadtpolitiker in der Annahme votierte hatten, dass der Neue Friedhof zur Wahl stünde. Ein Missverständnis bei so vielen Beteiligten war zumindest in der ablaufenden Wahlperiode einmalig. Ergeben hat es sich aus nicht eindeutig formulierten Vorlagen.

Die Freundschaftsinsel wurde von der Verwaltung schon seit geraumer Zeit nach einer Empfehlung des Beirates für Kunst im öffentlichen Raum favorisiert. Der Vorschlag stieß jedoch auf Proteste bei Denkmalpflegern und Gartenfreunden der Freundschaftsinsel.

Alternativ brachte die Verwaltung den Vorschlag, die Skulpturen auf dem Neuen Friedhof aufzustellen. Dazu gab es aber nie eine Beschlussvorlage. Die fand sich erst mit dem Änderungsantrag der Linken, die Skulpturen zunächst übergangsweise auf dem Neuen Friedhof aufzustellen, sie dann aber nach der Neugestaltung des Innenstadtquartiers so schnell wie möglich in die Nähe des früheren Staudenofs umzusetzen.

Als der Änderungsantrag der Linken wurde in der Stadtverordnetenversammlung von einer Mehrheit abgelehnt wurde, war auch die Option Neuer Friedhof vom Tisch. Abgestimmt wurde dann die Ursprungsvariante Freundschaftsinsel.

Die Grünen haben mit dem Verweis auf das Missverständnis für die nächste Stadtverordnetensitzung einen Antrag auf die Tagesordnung gesetzt, nach dem der Beschluss Freundschaftsinsel kassiert und die Skulpturen in einem Depot zwischengelagert werden sollen. Aktuell liegen sie demontiert unter freiem Himmel auf dem Neuen Friedhof.

Der frühere Stadtkonservator Andreas Kalesse äußerte am Donnerstag gegenüber MAZ einen gänzlich neuen Vorschlag zum Umgang mit den Skulpturen: „Die Woyski-Plastiken sollte die Stadt umgehend Herrn Plattner für das neue Museum im ,Minsk’ schenken, denn da wären sie dann endlich würdig untergebracht.“

Der renommierte Künstler Jürgen von Woyski hatte die Terrakotten Ende der 1970er Jahre für die Parkgestaltung des neuen Staudenhofs zwischen Platz der Einheit und Altem Markt geschaffen. Vor der Demontage des Parkensembles wurden die Figuren demontiert und abgefahren.

 

Von Volker Oelschläger

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