Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Assel, Tsuki und Charlotte: So heißen die Potsdamer Kinder im Jahr 2019
Lokales Potsdam Assel, Tsuki und Charlotte: So heißen die Potsdamer Kinder im Jahr 2019
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:03 28.12.2019
Charlotte oder Gin? Assel oder Mia? Vielleicht doch Karl-Floki? Potsdamer Eltern haben bei der Namenswahl für ihre Kinder viel Kreativität bewiesen und bleiben sich doch treu. Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa
Potsdam

Charlotte und Karl waren die beliebtesten Namen für Potsdamer Neugeborene in diesem Jahr. Das teilt das zuständige Standesamt auf MAZ-Anfrage mit. Damit konnte Charlotte den ersten Platz aus den beiden Vorjahren verteidigen, bei den Jungs vertrieb Karl Emil nun von der Spitzenposition. Bundesweite Statistiken sind bislang noch nicht erschienen, zuletzt hatten 2018 bei den Mädchen Emma, Hannah und Mia und bei den Jungen Ben, Leon und Paul die Geburtsstationen bevölkert.

Traditionelle Namen liegen vorn

Insgesamt sind die Potsdamer Eltern zur Zeit offenbar traditionell eingestellt. Auf den Plätzen folgen bei den Mädchennamen hinter Charlotte Lea, Clara, Ella und Emilia. Dabei sind die Charlottes dieser Stadt praktisch Dauersiegerinnen, der Name ist bei Eltern seit Jahren sehr beliebt – und letztlich eine weibliche, französische Variante des beliebtesten Jungennamen, Karl. Beide Namen leiten sich vom althochdeutschen Wort karal ab, was soviel wie „der Freie“ oder „Mann“ bedeutet. Auch Caroline ist eine Variante, internationale finden sich Charles, Chuck oder Carlos als Karl-Spielarten. 2015 nannten Eltern in Potsdam ihr Kind am häufigsten Charlotte, in den Jahren 2011 und 2016 war der auf Position zwei beziehungsweise drei der Hitliste.

Bei den Jungs konnte Karl Oskar, Emil, Felix und Theodor hinter sich lassen. Karl hatte 2018 noch auf Platz zwei gestanden. Nicht mehr in der Top-Liste ist hingegen der frühere Dauerbrenner Paul, der in den vergangenen zehn Jahren ganze sechs Mal der beliebteste Jungenname in der Stadt gewesen war.

Gin, Fränze, Floki – alles ist erlaubt

Ablehnen musste das Standesamt übrigens keine Vornamenswünsche. Dies geschieht, wenn der Name dem Kind offensichtlich schadet – die Regelungen der Ämter sind aber sehr unterschiedlich, letztlich entscheidet jeder Standesbeamte selbst. Zugleich sind die Grenzen der Namensgebung in den letzten Jahren immer weiter geworden. „Eltern vergeben häufig ungewöhnliche Vornamen“, erklärt die Rathaussprecherin Juliane Güldner dazu. „Besonders Eltern, die selbst oder deren Vorfahren aus dem Ausland stammen, entscheiden sich für in anderen Kulturkreisen gebräuchliche Namen, die hier als ungewöhnlich empfunden werden.“

So wurden in Potsdam in diesem Jahr Mädchen zum Beispiel Fränze und Assel genannt, eine kleine Gin lebt irgendwo in der Stadt, auch Nafisa (arabisch für Edelstein) und Tsuki (japanisch für Mond) wurden kleine Mädchen genannt. Die Jungs in den Sandkisten der Stadt heißen auch mal Diello oder Kylen – der Name stammt aus dem gälischen Sprachraum, sie tragen den Wikingernamen Floki, heißen Puyan oder Suho.

Von Saskia Kirf

Das war es dann mit diesem Jahrzehnt, Potsdam feiert sich in die hoffentlich wirklich goldenen Zwanziger. Wohin Sie an Silvester noch gehen können, wenn Sie den Jahreswechsel bislang nicht auf dem Schirm hatten, verraten wir hier.

28.12.2019
Potsdam Bauvorhaben in Potsdam-Golm - Aussichtsturm im Wissenschaftspark geplant

Bis zu sieben Meter noch soll die temporäre Aussichtsplattform werden. Von dort aus soll man die Entwicklung im Park überblicken können.

27.12.2019

Die Neuwahlen in Stadt und Land bringen überraschende Ergebnisse. Mit Krampnitz gerät das ehrgeizigste Wohnungsneubauvorhaben der Stadt ins Schlingern. Und die Jugend geht für die Klimarettung auf die Straße.

29.12.2019